Aktualisiert 22.06.2013 13:42

Durchsage im Zug

«Wir suchen einen Lokführer»

Am Samstag im Zug zwischen Zürich und Bern schockte eine Durchsage die Passagiere: Man suche einen Lokführer. Für die Reisenden bestand aber zu keiner Zeit Gefahr.

von
bro

«Wir suchen einen Lokführer. Er soll sich bitte im Restaurant-Wagen melden.» Mit dieser Durchsage am Samstagnachmittag dürfte die SBB manche Passagiere im Zug zwischen Zürich und Bern aufgeschreckt haben. Nach dem missverständlichen Aufruf war nicht klar, ob der Führerstand noch besetzt war. Drei Minuten später der nächste Appell: «Befindet sich ein privater Lokführer im Zug?» Danach drosselt der Intercity sein Tempo, fährt aber weiter.

Leserreporterin Sophie fragt beunruhigt: «Was ist da los?» Der Grund für den unangenehmen Zwischenfall ist aber ziemlich harmlos. «Der Zug erlitt eine Triebfahrzeug-Störung», sagt SBB-Sprecherin Franziska Frey auf Anfrage von 20 Minuten. Der Zug war keineswegs führerlos. Aufgrund des maschinellen Problems musste der Zug aus Sicherheitsgründen langsamer fahren. Wäre allerdings ein zweiter Lokführer vorhanden gewesen, hätte der Intercity im normalen Tempo weiterfahren können.

«In der Stresssituation hat der Lokführer etwas unglücklich kommuniziert», sagt Frey weiter. Die Reisenden seien aber zu keinem Zeitpunkt in Gefahr gewesen. In Bern wurde der Zug dann mit rund viertelstündiger Verspätung empfangen und bei der Weiterreise nach Genf gegen einen Ersatz ausgetauscht.

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