Matchwinner Liniger: «Wir vergessen die Müdigkeit»
Aktualisiert

Matchwinner Liniger«Wir vergessen die Müdigkeit»

Klotens Mittelstürmer Michael Liniger (31) spielt sich in den Adelsstand der Leitwölfe. Der Langnauer über sein Vorbild Reto von Arx und die Wandlung der Kloten Flyers.

von
Klaus Zaugg

20 Minuten Online: Sind Sie jetzt der zweite Reto von Arx?

Michael Liniger: Nein, sicher nicht. Es wäre vermessen, mich mit Reto von Arx zu vergleichen. Reto spielt seit Jahren in Davos eine zentrale Rolle und hat auch in der NHL gespielt.

Aber Sie spielen in Kloten eine ähnliche Rolle wie Reto von Arx in Davos. Sie haben schon die zweite Halbfinalpartie in Bern in der Verlängerung entschieden und nun das fünfte Finalspiel in Davos.

Es ist schön, wenn ich unserer Mannschaft mit wichtigen Toren helfen kann. Ein Reto von Arx bin ich deswegen noch lange nicht. Aber ich gebe gerne zu, dass er in Langnau einst mein Vorbild war. Er war ein Talent, zu dem wir bei den Junioren aufgeschaut haben.

Haben Sie mit ihm bei Langnaus Junioren einmal im gleichen Team gespielt.

Nein, das hat vom Alter her nicht gereicht (Reto von Arx ist drei Jahre älter – die Red).

Was ist mit den Kloten Flyers passiert? Wie ist diese Wandlung vom Lauf- und Tempoteam in eine so kampfstarke Mannschaft möglich geworden?

Wir haben bereits im Laufe dieser Saison oft Spiele noch gewonnen, die verloren schienen und dabei viel Selbstvertrauen gewonnen. In unserer Mannschaft stehen starke Spielerpersönlichkeiten und wir haben zusammen viel Spass. Wir wollen diesen Spass so lange wie möglich verlängern.

Sehen wir die besten Kloten Flyers seit Ihrer Ankunft in Kloten im Sommer 2007?

Wahrscheinlich schon. Wir haben im Vergleich zur letzten Saison eine qualitativ bessere Mannschaft und nun vier Linien, die offensiv etwas bewegen und defensiv standhalten können.

Wie ist es möglich, dass die Kloten Flyers vier Spiele mehr in den Beinen haben als Davos und trotzdem so frisch sind?

Wir vergessen die Müdigkeit. An den Tagen zwischen den Spielen ist es zwar hart, da spüren wir die Müdigkeit. Aber wenn wir vor dem Spiel in die Kabine kommen, kehrt die Freude zurück und wir sind wieder frisch.

Und zu genügend Schlaf kommen Sie auch? Ihre Tochter Lynn ist erst sechs Wochen alt.

Das ist überhaupt kein Problem. Meine Frau sorgt während der Playoffs schon dafür, dass ich meinen Schlaf bekomme.

Deine Meinung