09.04.2020 20:07

Konsolen vergriffen

«Wir verkaufen derzeit viermal mehr Games»

In den vergangenen Wochen gingen Game-Konsolen wie warme Weggli über die virtuelle Ladentheke. Mit der Pandemie ist die Nachfrage stark gestiegen.

von
rca
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Konsolen und Games sind ausverkauft: Die Nintendo Switch findet man hierzulande derzeit nicht mehr. Auch Asien und Amerika haben einen Mangel an Spiekonsolen.

Konsolen und Games sind ausverkauft: Die Nintendo Switch findet man hierzulande derzeit nicht mehr. Auch Asien und Amerika haben einen Mangel an Spiekonsolen.

Nicht nur die Switch sei betroffen. «In den letzten Wochen haben wir hunderte Playstation 4 verkauft», so Pressesprecher Alex Hämmerli von Digitec.

Nicht nur die Switch sei betroffen. «In den letzten Wochen haben wir hunderte Playstation 4 verkauft», so Pressesprecher Alex Hämmerli von Digitec.

Sony
Die Online-Massenbestellungen sind aber nicht der einzige Grund für einen Mangel der Ware: Lieferprobleme an den Herstellungsstandorten wie China und Vietnam waren auch schon vor der Pandemie ein Thema.

Die Online-Massenbestellungen sind aber nicht der einzige Grund für einen Mangel der Ware: Lieferprobleme an den Herstellungsstandorten wie China und Vietnam waren auch schon vor der Pandemie ein Thema.

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Es ist kein Geheimnis, dass seit der Pandemie der Onlinehandel zugenommen hat. Daher überrascht es nur bedingt, dass Unterhaltungselektronik wie Games und Konsolen um ein Vielfaches mehr verkauft werden als sonst. Die Nintendo Switch findet man hierzulande derzeit nicht mehr.

Lieferverzögerungen aus China

Die Nachfrage nach Konsolen ist enorm gestiegen. Das bestätigen die Schweizer Detailhändler. Nicht nur die Switch sei betroffen, so Digitec-Pressesprecher Alex Hämmerli: «In den letzten Wochen haben wir hunderte Playstation 4 verkauft.» Insgesamt verkaufe man doppelt so viele Konsolen wie vor der Pandemie.

Die Massenbestellungen sind aber nicht der einzige Grund für einen Mangel der Ware: Lieferengpässe an den Herstellungsstandorten wie China und Vietnam waren auch schon vor der Pandemie ein Thema. «Ohne Lieferprobleme seitens der Hersteller würden wir vermutlich mehr als dreimal so viele Konsolen verkaufen», sagt Hämmerli.

Der Zeitvertreib schlechthin

Dass Videospiele derzeit ein solches Hoch erleben, scheint logisch. Es kann von zu Hause allein, mit der Familie oder online mit Freunden gezockt werden, ohne dass irgendein Risiko eingegangen wird. So verkauft Digitec neben den Konsolen derzeit viermal mehr Games und doppelt so viele VR-Brillen und Controller.

Der Schwerpunkt liege aber bei Multiplayer-Games: «Kinderfreundliche Titel, die Spielspass für die ganze Familie bringen, stehen derzeit am höchsten im Kurs», sagt Cristina Frank, Mediensprecherin der Migros-Genossenschaft. «Dazu gehören Spiele wie ‹Mario Kart›, ‹Super Mario Party› oder das neue ‹Animal Crossing›

Nachschub folgt

Die Detailhändler empfehlen jedoch, nicht darauf zu warten, bis die Websites Artikel wieder auf Lager anzeigen. Die Lieferungen werden sofort weitergeschickt, daher sehe es dauernd so aus, als wären die Produkte ausverkauft.

Teilweise mussten die Detailhändler nachträglich die geschlossenen Filialen ausräumen und die Ware für den Versand ins Lager zurücknehmen. Nachschub soll aber bald folgen. «Aufgrund der starken Nachfrage in Verbindung mit dem Coronavirus wird es sicherlich noch ein bis zwei Monate dauern», sagt Frank.

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