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Corona trifft Fasnachts-Bazar«Wir verlieren über 90 Prozent unseres Umsatzes»

Dem Fasnachts-Bazar in Luzern droht nach Einnahmeverlusten in den vergangenen Monaten die Schliessung. Für Schadensbegrenzung soll nun der neue Online-Shop sorgen.

von
Nadine Wechsler
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Das Geschäft mit Fasnachts-Artikeln sei in Folge der Corona-Pandemie gänzlich eingebrochen, heisst es in einer Mitteilung des Fasnachts-Bazar.

Das Geschäft mit Fasnachts-Artikeln sei in Folge der Corona-Pandemie gänzlich eingebrochen, heisst es in einer Mitteilung des Fasnachts-Bazar.

Heinz Steimann
Damian Surber, Geschäftsführer Fasnachts-Bazar in Luzern, berichtet von einem Umsatzeinbruch von 90 Prozent.

Damian Surber, Geschäftsführer Fasnachts-Bazar in Luzern, berichtet von einem Umsatzeinbruch von 90 Prozent.

Fasnachts-Bazar
Dem Traditionsgeschäft in Luzern drohe nun die Schliessung.

Dem Traditionsgeschäft in Luzern drohe nun die Schliessung.

Fasnachts-Bazar

Darum gehts

  • Der Fasnachts-Bazar in Luzern verkauft normalerweise viele Fasnachtskostüme.

  • Dem Traditionsgeschäft hat die Corona-Pandemie stark zugesetzt, es droht eine Schliessung, heisst es nun.

  • Mit einem neu lancierten Online-Shop soll nun Schadensbegrenzung betrieben werden.

Seit 34 Jahren besteht das Traditionsgeschäft Fasnachts-Bazar in der Stadt Luzern. Es werden neben Fasnachtskostümen auch Accessoires, Dirndl, Lederhosen und weitere Bekleidungen angeboten. Das Unternehmen teilte nun in einer Medienmitteilung nicht nur den Start eines neuen Online-Shops mit, sondern informierte auch über eine drohende Schliessung aufgrund von Umsatzeinbussen wegen der Corona-Pandemie.

Die Nachfrage fehle aufgrund der Corona-Pandemie gänzlich, heisst es in der Medienmitteilung. Nach einer erfolgreichen Fasnachts-Saison 2020 sei der Umsatz in den Folgemonaten durch abgesagte Oktoberfeste und Grossveranstaltungen total eingebrochen. «Der Fasnachts-Bazar wird kumuliert mit den bereits ausgebliebenen Umsätzen im Herbst und der bevorstehenden nicht vorhanden Fasnachts-Saison über 90 Prozent ihres Jahresumsatzes verlieren

Nur dank allen Unterstützungen seitens des Vermieters, der Bank sowie Bund und Kanton sei eine kleine Chance zu sehen, die Krise zu überleben. Voraussetzung dafür sei, dass sich die Welt im Sommer 2021 wieder normalisiere.

Neuer Online-Shop

Das Unternehmen tue indes alles, um die Kosten so tief wie möglich zu halten. Höchste Priorität habe dabei das bestehende Personal: «Wir halten am bestehenden Personal fest und sprechen keine Kündigungen aus.»

Geschäftsleiter Damian Surber appelliert nun an die Bevölkerung: «Denkt an uns; besucht uns für eure noch so kleinen Anlässe und Bedürfnisse an unseren beschränkten stationären Öffnungszeiten im Laden oder neu auch sehr gerne im Online-Shop, täglich rund um die Uhr.»

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Hier findest du Hilfe:

BAG-Infoline Coronavirus, Tel. 058 463 00 00

Dureschnufe.ch, Plattform für psychische Gesundheit rund um Corona

Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Tel. 147

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