Härtere Strafen?: «Wir werden deswegen nicht weniger kiffen»
Aktualisiert

Härtere Strafen?«Wir werden deswegen nicht weniger kiffen»

Im März entscheidet sich, ob Cannabis-Konsumenten weiterhin gebüsst oder wieder angezeigt werden. Kiffern ist das egal: Sie werden weiter ihr Kraut rauchen.

von
kün

JUSO Mitglied zieht genüsslich an einem Joint (Video: Camille Marlene Kündig)

Andrea Geissbühler, Berner SVP-Nationalrätin und Präsidentin des Dachverbandes Drogenabstinenz, setzt sich vehement für die Abschaffung der Ordnungsbussen gegen Kiffer ein. Auch wer weniger als 10 Gramm Cannabis auf sich trägt, soll gemäss Geissbühler zukünftig nicht gebüsst, sondern angezeigt werden.

Wenn es nach ihr ginge, würde man somit zum früheren System zurückkehren. Früher, das heisst vor Herbst 2013. Damals wurden die Bestimmungen im Betäubungsmittelgesetz geändert. Anstatt eine Anzeige in Kauf nehmen zu müssen, werden die ertappten Cannabis-Konsumenten seither mit einer 100-Franken-Busse bestraft. Geissbühler will den Vorschlag im März dem Parlament vorlegen.

Juso-Vorstandsmitglied greift zum Joint

Bei den Juso kommt der Vorschlag der Bürgerlichen nicht gut an. «Viele Leute kiffen nur gelegentlich, eine Anzeige ist da zu streng. Zudem hätten Strafanzeigen bei jungen Leuten alles andere als eine abschreckende Wirkung», sagt Diego Gehrig. Er ist Vorstandsmitglied der Juso des Kantons Zürich und selber ein Gelegenheits-Kiffer. Notabene zückt er am Ende unseres Interviews einen Joint.

Weitere Reaktionen zum Thema sehen Sie im Video.

Deine Meinung