Angriff auf Swisscom: «Wir werden die Preispläne revolutionieren»
Aktualisiert

Angriff auf Swisscom«Wir werden die Preispläne revolutionieren»

Orange setzt voll auf die Karte «mobile» und investiert in das Netz. CEO Thomas Sieber über die weiteren Pläne.

von
Dajan Roman
Orange-CEO Thomas Sieber: «Wir investieren in die Regionalisierung 20 Millionen Franken.» (Keystone) Das Smartphone von Orange (rechtes Bild).

Orange-CEO Thomas Sieber: «Wir investieren in die Regionalisierung 20 Millionen Franken.» (Keystone) Das Smartphone von Orange (rechtes Bild).

Herr Sieber, Sie wären Chef von Sunrise/Orange geworden. Nun bleiben Sie Chef des «Zwerges» Orange. Wie fühlt sich das an?

Thomas Sieber: Noch immer sehr spannend. Die Arbeit bei Orange macht mir Spass, mit über 1000 Mitarbeitern sind wir auch kein Zwerg.

Sie investieren in den nächsten fünf Jahren über 700 Millionen Franken. Wo genau?

Im Mobilfunkbereich. Etwa in die neue LTE-Technologie, die ab 2011 verfügbar sein wird. Auch die Kapazität des Netzes wird grösser: Surfen im Internet wird stellenweise mit 14,4 Megabit pro Sekunde möglich. Ab Herbst bieten wir zudem «High Definition Voice» an.

Was ist das genau?

Dabei ist die Stimme so klar, wie wenn der Gesprächspartner einem gegenübersitzen würde. Das funktioniert in ­jedem ausgerüsteten Netz, es brauchen aber beide Gesprächspartner ein HD-fähiges Handy.

Was haben Sie sonst noch im Köcher?

Wir bieten etwa eigene Orange-Smartphones von Herstellern wie ZTE, Gigabyte oder Alcatel an. Unsere Kunden können sich ­zudem am Telefon oder im Shop beim Umgang mit den Smartphones coachen lassen. Mit einem Remote-Service können wir bei grösseren Problemen sogar direkt aufs Handy zugreifen. Auch die Abos werden transparenter.

Was heisst das genau?

Wir werden noch 2010 mit einer «Revolution» bei den Angeboten aufwarten. Die heutigen Preispläne, bei denen der Kunde oft für Dinge bezahlt, die er weder will noch braucht, gehören dann der Vergangenheit an. Der Kunde kann künftig mitbestimmen, was er möchte. Und er bezahlt nur noch für das, was er auch wirklich braucht.

Sie bilden zehn neue regionale Kompetenzzentren. Warum?

Wir wollen Entscheide in Kundennähe treffen. Zwar bleibt das Angebot national gleich, regionale Promotionen sind aber möglich. In die gesamte Regionalisierung und den Service-Ausbau investieren wir rund 20 Millionen Franken. Dabei schaffen wir unter anderem vorerst 20 neue Stellen.

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