Aktualisiert 27.03.2013 09:32

One Republic

«Wir werden nie harte Typen sein»

Für das dritte Album «Native» reisten One Republic um die halbe Welt. Im Gespräch erzählen Frontman Ryan Tedder und Gitarrist Drew Brown von ihrem neuen Werk, Boybands und Schweizer Frauen.

von
Carina Iten

One Republic schrieb Songs in New York, Vancouver, Griechenland, London, Seattle und in Paris. Entstanden ist ein gefühlvolles Album mit vielen melancholischen, aber auch tiefgründigen Songs. Ein Album, das für die Vielfalt der Erinnerungen, Gefühlen und Menschen stehen soll, die ihnen während ihrer grossen Reise begegneten.

«Wir wollten einfach ein Album schaffen, das man noch nie gehört hat», sagt Frontmann Ryan Tedder zu 20 Minuten. Seinen Blick hat er starr auf sein Handy gerichtet. «‹Native› ist sozusagen native zu keinem Ort», ergänzt Bandkollege Drew Brown. Es klingt fast wie eine Entschuldigung für den einsilbigen Tedder.

«An uns ist jedenfalls nichts hart»

Der erste Song des neuen Albums «If I Lose Myself» steht seit Anfang März zum Downloaden bereit. Auf Youtube wurde er über drei Millionen Mal angeklickt. Ein weicher, gefühlvoller Song. Sind die Musiker auch privat sensibel und ruhig? «Ja, an uns ist jedenfalls nichts hart», bestätigt Tedder. «Wir bewegen uns nicht in Bruno Mars' Territorium, der nur Girl Talk führt. Aber niemand von uns wird je ein harter Kerl sein und Musik machen wie Metallica», so Tedder.

Und plötzlich blitzt hinter der zurückhaltenden Fassade Tedders Humor und er führt einen Monolog über One Direction. «Die Jungs sehen unverschämt gut aus, sie vedienen zu viel Kohle und ich bin mir auch sicher, sie riechen besser - nein, sie sind cool, aber ich bin ihnen sehr dankbar, dass sie nicht tanzen.» Tedder fasst nochmals zusammen: «Boybands sind ja o.k., aber, um Gottes willen, lasst das mit dem Tanzen! Hängt euch wenigstens eine Gitarre um den Hals und tut so, als ob ihr spielen könnt!»

«Schweizer Frauen sind wundervoll und rücksichtsvoll»

Trotz ihres Erfolgs geben sich die beiden bescheiden - und outen sich nebenbei als heimliche Schweiz-Fans. «Wir lieben die Schweiz, es ist definitiv eines unserer Lieblingsländer», so Drew. Auch wissen sie genau, wie sie die wenigen Tage in Zürich gestalten werden. «Ich hoffe nicht zuzunehmen von all der Schokolade. Ein Fondue essen wir sicher auch, das muss sein», so Tedder.

Trotzdem gibt es einen Kritikpunkt: «Es ist echt Scheisse, dass die Geschäfte um acht Uhr schliessen. Ich glaube, die Schweizer essen ab dann einfach nichts mehr, deswegen sind alle so dünn.» Und wie sind die dünnen Schweizer Frauen so? «Wundervoll und rücksichtsvoll, sie sagen nicht einmal etwas, wenn sie uns erkennen. Sie schauen uns nur überrascht an.» Ja, so sind wir, wir Schweizer.

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