Selenski kündigt Gegenwehr an: «Wir werden unser Territorium nicht aufgeben»

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Selenski kündigt Gegenwehr an«Wir werden unser Territorium nicht aufgeben»

Für Wolodimir Selenski steht es ausser Frage, den Donbass an Putin abzutreten. Er sieht darin keine Sicherheit, dass Putin damit den Krieg beenden würde. 

von
Philippe Coradi
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Für Wolodimir Selenski ist es keine Möglichkeit, den Osten der Ukraine an Russland abzutreten, um den Krieg zu  beenden. Das sagte er am 15. April in einem Interview mit CNN.

Für Wolodimir Selenski ist es keine Möglichkeit, den Osten der Ukraine an Russland abzutreten, um den Krieg zu  beenden. Das sagte er am 15. April in einem Interview mit CNN.

REUTERS
Er glaubt nicht daran, dass sich Putin damit zufrieden geben würde. 

Er glaubt nicht daran, dass sich Putin damit zufrieden geben würde. 

via REUTERS
Eher werde Putin nicht ruhen, bis er auch die ukrainische Hauptstadt Kiew eingenommen habe. 

Eher werde Putin nicht ruhen, bis er auch die ukrainische Hauptstadt Kiew eingenommen habe. 

AFP

Darum gehts 

Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski hat in einem Exklusivinterview mit CNN harte Gegenwehr im Osten des Landes angekündigt. Der Krieg in der Ukraine dauert nun mehr als sieben Wochen, der ukrainische Widerstand gegen die Truppen Putins hält an, Städte wie Charkiw und Kiew bleiben umkämpft, es fallen Soldaten auf beiden Seiten und gleichzeitig hat die Ukraine bei den Kämpfen im ganzen Land entsetzlich viele zivile Opfer zu beklagen.

Wäre es denn für Wolodimir Selenski nicht eine Option, den Krieg zu beenden, in dem er Putin gibt, was er offenbar will – den Donbass mit den zwei Regionen Donezk und Luhansk? 

Selenski erachtet atomaren Angriff Putins für möglich 

In dem CNN-Interview sagte Selenski am Karfreitag, dass dies für ihn auf keinen Fall in Frage komme, weil sein Land keine Garantie dafür habe, dass Russland nicht erneut versuchen werde, Kiew einzunehmen, wenn es den Donbass erobern könne. «Deshalb ist es sehr wichtig, dass wir das nicht zulassen, dass wir uns behaupten, denn diese Schlacht … kann den Verlauf des gesamten Krieges beeinflussen», sagte der Präsident weiter. «Wir werden unser Territorium nicht aufgeben». 

Auch erwähnte Selenski gegenüber CNN, dass die Welt auf die Möglichkeit vorbereitet sein sollte, dass Putin eine taktische Atomwaffe einsetzen würde, weil ihm ukrainische Menschenleben nicht wichtig seien.

Aufruf an Joe Biden für Waffen und politische Unterstützung

Präsident Selenski rief im Interview zudem US-Präsident Joe Biden zu einem Besuch der Ukraine auf. Berichten nach galt es als unwahrscheinlich, dass Biden selbst in die Ukraine reist. Mit Blick auf die Militärhilfe aus den USA sagte Selenski, dass diese niemals ausreichend sein werde. Die Ukraine brauche immer noch mehr als das, was sie jetzt habe.

Die USA hatten der Ukraine zuletzt weitere Waffen und Munition im Wert von bis zu 800 Millionen Dollar (740 Millionen Franken) zugesagt. Die US-Regierung hat der Ukraine seit Beginn des russischen Angriffskrieges Ende Februar damit bereits Waffen im Wert von 2,5 Milliarden US-Dollar zugesagt oder geliefert.

Beschäftigt dich oder jemanden, den du kennst, der Krieg in der Ukraine?

Hier findest du Hilfe für dich und andere:

Fragen und Antworten zum Krieg in der Ukraine (Staatssekretariat für Migration)

Kriegsangst?, Tipps von Pro Juventute

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

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