07.09.2020 10:02

Verschärfte Maskenpflicht in Zürich«Wir wollen auf keinen Fall, dass Zürich auf eine Risikoliste kommt»

Der Zürcher Stadtrat hat die Maskenpflicht verschärft. Die Massnahmen seien nötig wegen der hohen Infektionsrate, sagt Stadtrat Filippo Leutenegger.

von
Thomas Mathis
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In öffentlich zugänglichen Bereichen der Stadtverwaltung gilt ab Donnerstag eine Maskenpflicht – etwa im Stadthaus.

In öffentlich zugänglichen Bereichen der Stadtverwaltung gilt ab Donnerstag eine Maskenpflicht – etwa im Stadthaus.

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Auch im von der Stadt betriebenen Museum Rietberg gilt ab dann eine Maskenpflicht.

Auch im von der Stadt betriebenen Museum Rietberg gilt ab dann eine Maskenpflicht.

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FDP-Stadtrat Filippo Leutenegger sagt, dass die Massnahmen nötig sind: «Wir wollen auf keinen Fall, dass Zürich auf eine Risikoliste kommt.»

FDP-Stadtrat Filippo Leutenegger sagt, dass die Massnahmen nötig sind: «Wir wollen auf keinen Fall, dass Zürich auf eine Risikoliste kommt.»

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Darum gehts

  • Schalter, Museen und Schulen – die Stadt Zürich verschärft die Maskenpflicht.
  • Grund ist die hohe Infektionsrate in der Stadt, wie Stadtrat Filippo Leutenegger sagt.
  • Der Stadtrat habe das beschlossen, was unter den vorgegebenen Regeln möglich und sinnvoll ist.

Zürich verschärft die Maskenpflicht – und geht damit weiter als viele andere Städte. Wie der Stadtrat am Montag bekanntgab, gilt ab Donnerstag in allen öffentlich zugänglichen Bereichen der Stadtverwaltung mit regelmässigem Personenverkehr sowie in von der Stadt selbst betriebenen Museen eine Maskenpflicht. In den Räumen von städtischen Volksschulen gilt ab sofort für alle Erwachsenen ebenfalls eine Maskenpflicht – im Unterricht nur, wenn der Abstand nicht eingehalten werden kann. In städtischen Gesundheitsinstitutionen mit vulnerablen Patienten oder Bewohnern gilt für alle Mitarbeitenden eine Maskenpflicht am Arbeitsort.

«Wir müssen verhindern, dass Zürich zu einem Corona-Hotspot wird», begründet FDP-Stadtrat Filippo Leutenegger die verschärften Massnahmen auf Anfrage. Die Infektionsrate in der Stadt sei hoch, es drohe ein weiterer Anstieg. «Das ist auch international relevant. Wir wollen auf keinen Fall, dass Zürich auf eine Risikoliste kommt.» Deshalb seien die Massnahmen nötig. «Der Stadtrat hat das beschlossen, was unter den vorgegebenen Regeln möglich und sinnvoll ist.»

Als Beispiel nennt Leutenegger, der dem Schul- und Sportdepartement vorsteht, die Schulen: «Wir hatten seit dem Schulbeginn 140 Schülerinnen und Schüler in Quarantäne. Diese Zahlen dürfen nicht weiter zunehmen.» Mit der Maskenpflicht für Erwachsene an Schulen könne man dort ansetzen, wo es einen grossen Hebel bei den Infektionsketten gebe.

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