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Interview«Wir wollen ein Zeichen gegen die Multis setzen»

Zum zehnten Mal wurde am Wochenende die Geniessermesse Gourmesse durchgeführt. Messe-Direktor Stefan Schramm erklärt, was ihm am besten gefallen hat.

Herr Schramm, kochen Sie selber?

Schramm: Von Herzen gerne. Ich bin ein leidenschaftlicher Koch, Fliegenfischer und Pilzsammler.

Die 10. Gourmesse ist nun vorbei. Sind Sie zufrieden?

Schramm: Sehr zufrieden, vor allem wegen der schwierigen Ausgangslage (Schulferien, die Red.). Am Sonntag verzeichneten wir sogar einen Besucherrekord mit rund 3800 Besuchern.

Haben Sie neue Trends festgestellt?

Schramm: Wir hatten sehr viele junge Besucher. Und sie trinken vermehrt Wein. An den Bierständen waren im Gegensatz dazu mehr ältere Leute anzutreffen.

Was hat Ihnen persönlich besonders gefallen?

Schramm: Die Harmonie unter den Ausstellern. Es gab kaum Rivalitäten, wir fühlten uns als grosse Familie. Gefallen hat mir auch, wie viele Stände ihre Produkte präsentiert haben.

Hat sich das in den letzten Jahren geändert?

Schramm: Ich bin ein Prediger. Ich habe den Ausstellern ständig in den Ohren gelegen, sich richtig zu präsentieren. Heute findet man auf der Gourmesse keine Plastik-Blumen oder Plastik-Trauben auf dem Käse. Alles ist echt.

Wie geht es weiter mit der Gourmesse?

Schramm: Wir wollen mehr kleine Aussteller gewinnen, die mit Herzblut produzieren. Wir wollen Zeichen gegen die Multis setzen, die vor allem zu Tode vakuumierte Produkte anbieten.

Jan Graber

Die nächste Gourmesse findet vom 7.–10. Oktober 2005 im Kongresshaus Zürich statt.

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