Partyschiff: «Wir wollen zeigen, dass es auch ohne dumme Schlagzeilen geht»
Publiziert

Partyschiff«Wir wollen zeigen, dass es auch ohne dumme Schlagzeilen geht»

Erst kürzlich gab es auf dem Bodensee auf einem Schiff eine Party mit rund 700 Gästen. Der Organisator wurde verzeigt, weil das Schutzkonzept nicht eingehalten wurde. Nun ist auf dem gleichen Schiff ein zweitägiges Festival.

von
Michel Eggimann
1 / 8
Auf der Euregia-Fähre findet am Wochenende das zweitägige Festival «Swiss Rock Cruise» statt. 

Auf der Euregia-Fähre findet am Wochenende das zweitägige Festival «Swiss Rock Cruise» statt.

Wikipedia / Crazy I.O
Erst kürzlich war auf dem gleichen Schiff eine Party mit rund 700 Gästen.

Erst kürzlich war auf dem gleichen Schiff eine Party mit rund 700 Gästen.

Leser-Reporter
Es handelte sich dabei um eine Hardstyle-Party. Ein Leser-Reporter fand es grenzwertig, dass so etwas zugelassen wurde. 

Es handelte sich dabei um eine Hardstyle-Party. Ein Leser-Reporter fand es grenzwertig, dass so etwas zugelassen wurde.

Leser-Reporter

Darum gehts

  • Am Wochenende ist auf dem Bodensee das Festival «Swiss Rock Cruise».
  • Erst kürzlich fiel eine Party auf einem Schiff auf dem Bodensee negativ auf.
  • Der Organisator des Festivals ist zuversichtlich, dass sein Schutzkonzept eingehalten wird.
  • Der Kanton Thurgau stand in Kontakt mit dem Organisator des «Swiss Rock Cruise».

Am Samstag und Sonntag findet auf der Euregia-Fähre das Festival «Swiss Rock Cruise» statt. Abfahrtsort für das zweitägige Festival ist beim Hafen in Romanshorn. Auf der Website schreibt der Organisator: «Wir fahren mit maximal 300 Personen – wobei 700 möglich wären. Somit bleibt genügend Platz für Social Distancing ohne Maske.»

Anders sah das auf dem gleichen Schiff vor drei Wochen aus. Damals feierten rund 700 Partygäste, und es galt eine Maskenpflicht. Nach der Party auf der Euregia kam ans Licht, dass die Sicherheitsmassnahmen trotz Schutzkonzept nicht eingehalten wurden. Der Veranstalter wurde gebüsst, und die Behörden haben ihn verzeigt.

Besucher in der Pflicht

Nun kommt es wieder auf der Euregia zur nächsten Party. Daniel Oppliger, der Organisator des «Swiss Rock Cruise» geht nicht davon aus, dass sich die Bilder von der letzten Party wiederholen. Zum «St. Galler Tagblatt» sagt er: «Wir wollen zeigen, dass es auch ohne dumme Schlagzeilen geht.» Durch die beschränkte Zahl der Besucher sei es beispielsweise gut möglich, die Abstandsregeln einzuhalten.

Auf der Website des Rock-Festivals ist das Schutzkonzept veröffentlicht. Die Rede ist etwa von Bodenmarkierungen und eigenen Hinweisplakaten für die Einhaltung der Abstandsregeln. Ausserdem müsse jeder Gast ein Contact-Tracing-Formular ausfüllen. Für das Betreten des Schiffs habe es vier getrennte Eingänge. Trotz allem auch der Appell an die Besucher: «Wir brauchen Euch. Für uns alle an Bord gilt das Gleiche, wie auch an Land. Die besten Ideen, Hygienekonzepte und Vorsichtsmassnahmen funktionieren nur, wenn jeder bereit ist, sich aktiv an der Einhaltung zu beteiligen.»

Auch der Kanton Thurgau stand im Vorfeld der Party in Kontakt mit dem Organisator. Beim Informationsdienst heisst es: «Der Organisator hat ein Schutzkonzept, und dieses ist auf der Internetseite einsehbar. Eine Bewilligung für das Festival braucht er vom Kanton nicht, da es eine Veranstaltung mit weniger als 1000 Leuten ist.» Was dagegen notwendig sei, sei eine Person, die die Durchsetzung des Konzeptes sicherstellt. Dies sei beim «Swiss Rock Cruise» der Fall.

Deine Meinung

109 Kommentare
Kommentarfunktion geschlossen

Was zum Denken

10.10.2020, 22:26

1) Positiv getestet ist nicht krank, 2) Symtomlose werden weder systematisch noch statistisch erfasst, 3) Hospitalisierungen sind auf einem unkritischen Niveau, 4) Es sterben nur stark Vorerkrankte die auch andere Komplikationen nicht überleben würden, 5) aus (2+3+4) folgt Sterblichkeit wird massivst überschätzt, 6) Wissenschaftler von Weltruhm werden nicht beachtet, 7) jede entfernte Möglichkeit einer Komplikation wird hochgespielt und alles was dagegen spricht ignoriert, 7) Die Folgeschäden der Massnahmen werden ignoriert und die Gesellschaft und Wirtschaft an die Wand gefahren. 8) positiv getestet heisst noch lange nicht wirklich positiv auf COVID-19 9) absolute Zahlen sind Unsinn: Positivrate ist massgebend 10) Vorzeigeländer wie Schweden und Weissrussland werden selten bis nie gezeigt 11) Zahlen werden nie in Verhältnis zu anderen Krankheite gesetzt 12) Es sind viele Fake-Kranke im Krankenhaus weil diese Gelder für jeden COVID-Patienten erhalten

Nadine

10.10.2020, 22:16

Ich habe Panik, wenn ich sehe, was da alles für Massnahmen beschlossen werden, welche nachweislich schaden wie z. B. die Maskenpflicht. Und es macht mir Angst, wenn ich sehe, dass viele andersdenkenden Experten nicht angehört werden. Und noch mehr Angst macht mir, dass in der Schweiz nur 2-4 Leute pro Woche an Corona sterben und an anderen Dingen über 1000 pro Woche. Das ist doch ein totaler Verhältnisblödsinn. Warum schiebt man da so eine Panik und die Politiker werden immer unvernünftiger. Und kein Ende ist absehbar. Wo führt diese Hysterie noch hin?

Tamara

10.10.2020, 22:15

Mir macht das diktatorische Verhalten vom Bundesrat und der Taskforce eine grosse Angst! Es werden viele Massnahmen erlassen, welche nicht auf wissenschaftlicher Evidenz basieren. Und es wird nicht abgeklärt, was diese Massnahmen für riesige Kollateralschäden verursachen. Dafür werden alle anderen Experten diffamiert und zensuriert. Wir haben Zustände wie in den 30'er Jahren des letzten Jahrhunderts.