«Wir wurden behandelt wie Schwerverbrecher»

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«Wir wurden behandelt wie Schwerverbrecher»

Es sollte ein schöner Spaziergang werden – doch für vier Touristen und ihren Schweizer Begleiter wurde er zum Horrortrip.

«Wir wurden behandelt wie Schwerverbrecher», klagt Stanislav Tomastik zu 20 Minuten. Zusammen mit zwei tschechischen Ehepaaren ging er letzten Donnerstag in Flühli Pilze sammeln. Auf der Rückfahrt versperrte ihnen ein Jeep den Weg. Tomastik liess seine Freunde im Auto zurück und suchte den Fahrer.

Was der 61-Jährige nicht wusste: Der Jeep gehörte dem Wildhüter, der im Wald nach einem möglichen Wilderer gesucht und gleich auch die Polizei alarmiert hatte. Die Beamten hielten Tomastik darauf fest, separierten ihn von seinen Freunden, befragten ihn und untersuchten seinen Wagen und die Insassen auf Pulverspuren. Erst nach eineinhalb Stunden konnte Tomastik seinen Begleitern erklären, was eigentlich los war. Nach knapp viereinhalb Stunden war der Spuk vorbei. Für Tomastik ist klar: «Die Polizei verhielt sich aggressiv, unfreundlich und agierte übertrieben.» Er erwartet eine Entschuldigung.

Richard Huwiler Mediensprecher der Kapo Luzern: «Polizeitaktisch war das Verhalten korrekt.»

(dah)

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