«Wir wurden wie durch ein Wunder gerettet»
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«Wir wurden wie durch ein Wunder gerettet»

Bei der Notwasserung eines tunesischen Passagierflugzeugs vor der sizilianischen Küste sind bis zu 16 Menschen ums Leben gekommen. Bis gestern Nachmittag wurden 13 Leichen geborgen.

Die nur zur Hälfte besetzte Maschine einer Tochtergesellschaft der Tunisair befand sich auf dem Weg von Bari auf die tunesische Ferieninsel Djerba.

Die italienische Luftsicherheitsbehörde ENAV erklärte, das Flugzeug vom Typ ATR-72 habe wegen Triebwerksproblemen am Samstag notlanden müssen. Die Absturzstelle im Mittelmeer liegt rund 15 Kilometer vor der sizilianischen Küste. Der Fernsehsender Sky TG24 TV berichtete, mehrere Menschen hätten auf der Tragfläche des verunglückten Flugzeugs gestanden und die Helfer herangewunken.

23 Menschen überlebten das Unglück, neun von ihnen erlitten schwere Verletzungen. «Wir wurden wie durch ein Wunder gerettet», sagte die 36-jährige Rosanna di Cesare im Spital. Sie habe sich eine halbe Stunde lang an einen Koffer geklammert, bevor die Retter eingetroffen seien. «Auch wenn ich alles verloren habe, habe ich doch nichts verloren.» Auch ihr Lebensgefährte habe überlebt, über seine ebenfalls mitgereiste Mutter wisse sie jedoch nichts. Unter den Todesopfern war auch ein kleines Mädchen.

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