«Meine zwei letzten Jahre»: Wirbel um Hitzfeld-Interview
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«Meine zwei letzten Jahre»Wirbel um Hitzfeld-Interview

Ottmar Hitzfeld bleibt bis nach der Euro 2012 Trainer der Schweizer Nationalmannschaft. Danach soll endgültig Schluss sein mit seiner erfolgreichen Trainer-Karriere - das soll er so in einem Interview gesagt haben. Doch der Natitrainer dementiert.

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Ottmar Hitzfeld will spätestens nach der Euro 2012 in Polen und der Ukraine zurücktreten. (Bild: Keystone)

Ottmar Hitzfeld will spätestens nach der Euro 2012 in Polen und der Ukraine zurücktreten. (Bild: Keystone)

«Wenn die Schweiz mich noch will ...», antwortete Ottmar Hitzfeld an der letzten Pressekonferenz in Südafrika auf die Frage, ob er Trainer der Schweizer Nati bleiben werde. Zwei Wochen nach dem enttäuschenden Aus wird der 61-Jährige nun konkreter. Nach der Euro 2012 in Polen und der Ukraine will Hitzfeld seine erfolgreiche Trainer-Karriere definitiv beenden. «Nun habe ich noch mal zwei Jahre in der Schweiz - und das werden auch meine letzten zwei Jahre im Trainergeschäft sein», erklärte der Lörracher der Münchner «tz».

Beim Schweizer Fussballverband wollte man nichts von Hitzfelds Ankündigung wissen. Marco von Ah, der Medienchef des Schweizer Fussballverbandes, dementierte die Aussage. Hitzfeld habe in den letzten Wochen immer wieder verlauten lassen, dass man davon ausgehen könne, dass der SFV wohl sein letzter Arbeitgeber sein werde. Was er allerdings nach der EM 2012 tun werde, darüber mache sich der Nati-Trainer noch keine Gedanken.

Auch der Natitrainer selbst will diese Worte so nicht gesagt haben: «Das ist einfach nur Quatsch. Die Frage war, ob ich nochmals in den Klub-Fussball zurückkehren werde oder ob ich Nachfolger von Jogi Löw werden könnte. Ich habe nur gesagt, dass der Vertrag mit der Schweiz mein letzter als Trainer sein wird. Und dass der noch zwei Jahre laufe. Etwas anderes habe ich nie gesagt», sagte er gegenüber dem «Blick».

Hitzfeld zum WM-Aus

Angeblich soll der FC Fulham bei der Suche nach einem Nachfolger für Roy Hodgson auch den Schweizer Nati-Trainer angefragt haben. Und in Deutschland hoffte man nicht nur wegen den zwei Champions-League-Titeln mit Borussia Dortmund und Bayern München, dass der «General» dereinst die DFB-Elf zum Erfolg führen wird. «Die Frage nach einem Engagement bei der deutschen Mannschaft stellt sich nicht. Für mich haben sich die Angebote des DFB immer zum falschen Zeitpunkt ergeben», erklärte Hitzfeld und dürfte damit die deutschen Hoffnungen vollends begraben haben. (pre/si)

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