Wirbelstürme wüten in aller Welt
Aktualisiert

Wirbelstürme wüten in aller Welt

Bei einem der schwersten Taifune sind in Japan mindestens 24 Menschen ums Leben gekommen. In den USA und in der Karibik kamen durch den Hurrikan «Frances» mindestens 15 Menschen ums Leben.

15 Menschen würden noch vermisst, wie japanische Medien am Mittwoch berichteten.

Hunderte von Bewohnern erlitten Verletzungen. Nachdem das Unwetter zuvor im Süden und Westen des Inselreiches gewütet hatte, tobte sich der Wirbelsturm «Songda» am Mittwoch auf der nördlichsten Hauptinsel Hokkaido aus.

Abklingen erwartet

Mindestens zwei Menschen wurden in Sapporo von umgestürzten Bäumen erschlagen. Ein Mann wurde von der stürmischen See erfasst und ertrank. Der 18. Taifun der Saison zog auf das Meer ab. Es wurde ein Abklingen im späteren Tagesverlauf in eine tropische Tiefdruckzone erwartet.

Entlang der Küsten brandeten hoch aufgepeitschte Wellen. Werbeschilder und Autos stürzten um, Garagentüren wurden abgerissen. Entwurzelte Bäume blockierten einige Strassen. Fussgänger hatten Schwierigkeiten, bei dem starken Sturm die Balance zu halten.

«Songda», benannt nach einem Fluss in Vietnam, beschädigte auf seinem Weg vom Süden mehr als 1500 Häuser. Einige Gebäude wurden durch die starken Regenfälle unterspült, einzelne Häuser wurden völlig zerstört.

167 Tote in China

In China steigt die Zahl der Toten durch die Überschwemmungen und Erdrutsche stetig. Die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete am Mittwoch von 167 Toten. Die wirtschaftlichen Schäden beliefen sich auf 3,9 Milliarden Yuan (fast 600 Millionen Franken).

Mehr als 500 Menschen wurden verletzt. Dutzende galten als vermisst. Schwer betroffen waren die Provinz Sichuan und die Metropole Chongqing in Südwestchina. Unwetter richteten ferner weiter südwestlich in den Provinzen Yunnan und Guizhou Schäden an.

Da die Kommunikationsverbindungen unterbrochen waren, gab es am Mittwoch erst langsam ein Bild vom Ausmass der Schäden. In Sichuan kamen 89 Menschen ums Leben, in Chongqing 75, während aus Yunnan 3 Tote gemeldet wurden.

Die Zentralregierung hat den schwer betroffenen Regionen 40 Millionen Yuan als Nothilfe zur Verfügung gestellt. Im schwer betroffenen Kreis Kai in Chongqing ging das Hochwasser zurück. Doch bestand Seuchengefahr. Die Behörden begannen mit Desinfektionen.

15 Tote durch «Frances»

In den USA und in der Karibik kamen durch den Hurrikan «Frances» mindestens 15 Menschen ums Leben. Wie der US-Nachrichtensender CNN berichtete, starben 10 davon in Florida. Im US-Bundesstaat Georgia kamen zwei Menschen und in South Carolina ein Mensch ums Leben. Auf den Bahamas hatte «Frances» zwei Menschen das Leben gekostet.

Am Dienstag suchte bereits ein neuer Hurrikan mehrere östliche Antilleninsel heim. Hurrikan «Ivan» erreichte Windgeschwindigkeiten von 195 Kilometern pro Stunde und brachte heftigen Regenfälle.

Amateurfunker meldeten, dass auf Tobago, St. Vincent und Grenada zahlreiche Dächer abgedeckt wurden. Auch auf Barbados wurden Gebäude beschädigt. Berichte über Verletzte oder Tote gab es zunächst nicht. Nach den Prognosen der Meteorologen wird «Iwan» im Laufe der Woche die Dominikanische Republik, Haiti, Kuba und dann Florida erreichen.

(sda)

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