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GerichtsentscheidJulian Assange soll nicht an die USA ausgeliefert werden

Wikileaks-Gründer Julian Assange kann vorerst aufatmen. Ein Londoner Gericht hat den US-Auslieferungsantrag abgelehnt.

Hier wird Julian Assange nach mehreren Jahren in der Botschaft verhaftet.

Darum gehts

  • Ein Gericht in London ist gegen die Auslieferung von Wikileaks-Gründer Julian Assange.

  • Er werde wegen der Haftbedingungen, die ihn in den USA erwarteten, nicht ausgeliefert, so das Urteil der Richterin.

  • Der Wikileaks-Gründer sitzt seit über anderthalb Jahren in einem britischen Hochsicherheitsgefängnis.

Ein Gericht in London hat den US-Auslieferungsantrag für Wikileaks-Gründer Julian Assange abgelehnt. Der 49 Jahre alte gebürtige Australier werde wegen der Haftbedingungen, die ihn in den USA erwarteten, nicht ausgeliefert, teilte das Gericht am Montag mit. Im Fall einer Verurteilung hätten Assange in den USA bis zu 175 Jahre Haft gedroht. Die USA kündigten an, in Berufung zu gehen.

Der Wikileaks-Gründer sitzt seit über anderthalb Jahren in einem britischen Hochsicherheitsgefängnis. Er war im April 2019 in Grossbritannien verhaftet worden, nachdem er sich zuvor sieben Jahre lang in der ecuadorianischen Botschaft in London verschanzt hatte. Die Enthüllungsplattform Wikileaks hatte 2010 und 2011 Hunderttausende geheime Papiere vor allem zum US-Einsatz im Irak-Krieg ins Internet gestellt.

Julian Assange bei der Ankunft in einem Londoner Gericht. (1. Mai 2019)

Julian Assange bei der Ankunft in einem Londoner Gericht. (1. Mai 2019)

AFP
(AFP/DPA)

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