Sondertreffen: Wird das Getreide nun knapp und teuer?
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SondertreffenWird das Getreide nun knapp und teuer?

Nach dem heissen Sommer mit Waldbränden erwartet Russland eine schlechte Weizenernte und hat ein Exportverbot erlassen. Dies könnte Auswirkungen auf die Preise weltweit haben. Die UN ist alarmiert.

Die Erntemaschinen in Russland dürften dieses Jahr nicht so oft zum Einsatz kommen, wie sonst.

Die Erntemaschinen in Russland dürften dieses Jahr nicht so oft zum Einsatz kommen, wie sonst.

Russlands Getreideexportverbot ist das bestimmende Thema eines Sondertreffens der Vereinten Nationen zur weltweiten Entwicklung der Nahrungsmittelpreise am Freitag. Nach Angaben von UN-Mitarbeitern werden an dem Treffen am Standort der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) in Rom auch Vertreter russischer Agrarkonzerne teilnehmen. Dabei soll unter anderem erläutert werden, welche Faktoren die Weltmarktpreise von Getreide und Reis bestimmen.

Nach einem heissen, trockenen Sommer und zahlreichen Bränden fällt die Weizenernte in Russland wohl niedriger aus als erwartet, weshalb die russische Regierung ein Exportverbot erlassen hat. Russland ist einer der grössten Getreideexporteure der Welt.

In Mosambik kam es kürzlich aufgrund hoher Nahrungsmittelpreise zu gewalttätigen Demonstrationen. Die Situation sei aber noch lange nicht so ernst wie in den Jahren 2007-2008, sagten UN-Beamte.

(dapd)

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