Neue Hinweise nach TV-Sendung: Wird der Killer von Patricia Wilhelm nun doch gefasst?

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Neue Hinweise nach TV-SendungWird der Killer von Patricia Wilhelm nun doch gefasst?

Patricia Wilhelm (22) wurde vor 15 Jahren in einem Reisebüro erschossen. Wegen der ZDF-Sendung Aktenzeichen XY sind neue heisse Spuren eingegangen.

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jen
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Der Fall Altendorf wurde am 28. August 2019 in der ZDF-Sendung «Aktenzeichen: XY ... ungelöst» mit Moderator Rudi Cerne ausgestrahlt.

Der Fall Altendorf wurde am 28. August 2019 in der ZDF-Sendung «Aktenzeichen: XY ... ungelöst» mit Moderator Rudi Cerne ausgestrahlt.

Matthias Balk
Der Fall: Am Freitagnachmittag, 27. Februar 2004, wurde in Altendorf SZ die 22-jährige Angestellte eines Reisebüros mit einer Schusswaffe getötet.

Der Fall: Am Freitagnachmittag, 27. Februar 2004, wurde in Altendorf SZ die 22-jährige Angestellte eines Reisebüros mit einer Schusswaffe getötet.

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Bei der möglichen Tatwaffe, die bisher noch nicht habe sichergestellt werden können, handelt es sich um eine automatische Pistole des Modells CZ 52 mit dem Kaliber 7,62 Millimeter. Diese wurde zwischen 1952 und 1957 in der vom tschechischen Herstellers Czech hergestellt. Zu dieser Zeit war das die Standardwaffe der tschechoslowakischen Streitkräfte.

Bei der möglichen Tatwaffe, die bisher noch nicht habe sichergestellt werden können, handelt es sich um eine automatische Pistole des Modells CZ 52 mit dem Kaliber 7,62 Millimeter. Diese wurde zwischen 1952 und 1957 in der vom tschechischen Herstellers Czech hergestellt. Zu dieser Zeit war das die Standardwaffe der tschechoslowakischen Streitkräfte.

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Nachdem der Fall Altendorf am Mittwochabend in der ZDF-Sendung Aktenzeichen XY thematisiert wurde, sind mehr als zwei Dutzend Meldungen eingegangen.

Am Freitagnachmittag, 27. Februar 2004, war in Altendorf SZ eine 22-jährige Angestellte eines Reisebüros mit einer Schusswaffe getötet worden. Es wurden zudem Bargeld und weitere Gegenstände entwendet. Trotz intensiver Ermittlungen konnte dieses Tötungsdelikt bis heute nicht geklärt werden.

Keine Verhaftungen

Die neuen Hinweise werden nun im Rahm eines internationalen Rechtshilfegesuchs an die Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz zugestellt, sagt Florian Grossmann, Kommunikationschef der Kantonspolizei Schwyz. «Dann können wir die neuen Hinweise zusammen mit der Staatsanwaltschaft aufarbeiten und schauen, ob sie uns neue Ermittlungsansätze liefern.» Das brauche Zeit.

Im Nachgang zur Sendung sei es bisher zu keinen Verhaftungen oder Sicherstellungen von Gegenständen gekommen. Das Tötungsdelikt ist weiterhin nicht geklärt. Dennoch war die Ausstrahlung des Falls in der ZDF-Sendung für die Schwyzer Behörden ein Erfolg, «weil über zwei Dutzend Hinweise eingingen», so Grossmann.

Mögliche Tatwaffe

Ein Hinweis kam von einem Anrufer, der mitgeteilt hat, dass sich im Jahr 1998 ein Doppelmord in Deutschland ereignete, bei der die identische Waffe und Munition eingesetzt worden seien. Die Ermittler gehen diesem Hinweis nun nach. «Sieht ganz so aus, als hätte sich der Auftritt der Kollegen aus der Schweiz hier bei uns gelohnt», sagte der Moderator in der Sendung.

Bei der möglichen Tatwaffe, die bisher noch nicht habe sichergestellt werden können, handelt es sich um eine automatische Pistole des Modells CZ 52 mit dem Kaliber 7,62 Millimeter. Diese wurde zwischen 1952 und 1957 in der vom tschechischen Herstellers Czech hergestellt. Zu dieser Zeit war das die Standardwaffe der tschechoslowakischen Streitkräfte.

Am Tatort fand die Polizei zwei alte Patronenhülsen aus Messing, Kaliber 7,62 mm Tokarew. Eine der rund 70 Jahre alten Patronen stammte aus dem ehemaligen Jugoslawien, die zweite Hülse aus tschechischer Produktion wurde im Jahr 1952 hergestellt. Die Bei den Prägungen handelt es sich um Militärcodes.

Gewissheit für Angehörige

In der Gemeinde Altendorf, in der das Verbrechen passiert ist, hofft man, dass die Täterschaft durch die ZDF-Sendung endlich gefasst wird. Gemeindeschreiber Roger Spieser hat Patricia Wilhelm flüchtig gekannt. «Sie war in der Schule im Jahrgang oberhalb von mir und war mit zwei meiner Freunde in der Klasse Wir haben uns Hallo gesagt und sind ab und zu alle zusammen auf dem Pausenhof gestanden.»

Die Ausstrahlung der Sendung rufe in der gesamten Gemeinde Erinnerungen wach. «Es ist auch nach 15 Jahren noch schockierend, was passiert ist, und dass die Täter immer noch frei herumlaufen.» Solche Fälle würden an anderen Orten passieren und man lese in der Zeitung davon. «In erster Linie wollen wir Gewissheit für die Angehörigen.»

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