Pro FCB, contra FCZ: Wird die Super League in Afrika entschieden?
Aktualisiert

Pro FCB, contra FCZWird die Super League in Afrika entschieden?

Der FCZ freut sich über seine Leaderposition und träumt vom ersten Titel seit 2009. Doch die Zürcher haben ein Problem.

von
Sandro Compagno

Der Termin steht in der Agenda zahlreicher europäischer Klubs dick und rot unterstrichen: Africa Cup of Nations, 17. Januar bis 7. Februar in Marokko. Weil der afrikanische Fussball-Verband CAF bis 1978 nur einen WM-Vertreter stellen durfte, führt er seine Kontinentalmeisterschaft alle zwei Jahre durch. Er tut das zum Ärger vieler europäischer Klubs, die mitten in der Meisterschaft (z.B. England) oder mitten in der Vorbereitung (z.B. Schweiz!) auf einige ihrer besten Spieler verzichten müssen, die mitunter erschöpft oder gar verletzt zurückkehren.

Ganz hart könnte es ausgerechnet den FC Zürich treffen, den aktuellen Leader der Super League. Mit Yassine Chikhaoui, Amine Chermiti (Tunesien) und Franck Etoundi (Kamerun) droht die Abreise der ganzen Offensivabteilung. Zurück blieben: Armando Sadiku und Mario Gavranovic, die sich von Kreuzbandrissen erholen, und Patrick Rossini, der den Nachweis der SL-Tauglichkeit noch erbringen muss.

FCB kann eher kompensieren

Rollt der Afrika-Cup am Ende dem FC Basel den roten Teppich zum sechsten Titel in Serie aus? Auch die Bebbi haben afrikanische Nationalspieler: Ahmed Hamoudi, Mohammed Elneny (Ägypten), Giovanni Sio und Geoffrey Serey Die (Elfenbeinküste), doch betreffen diese Absenzen nicht geballt einen einzigen Mannschaftsteil. Zudem kann der FCB die Absenzen mit seinem grossen Kader eher kompensieren.

Noch sind fünf Runden zu spielen, dann ist Winterpause. Noch will sich FCZ-Trainer Urs nicht mit dem Szenario von Anfang 2015 auseinandersetzen: «Ich kann es ja nicht beeinflussen.» Nein, aber es wird Einfluss auf seine Arbeit haben.

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