ÖV hat Probleme wegen Corona – «Wird etwas enger im Bus, werden die Kapazität aber stemmen können»
Aktualisiert

ÖV hat Probleme wegen Corona«Wird etwas enger im Bus, werden die Kapazität aber stemmen können»

Trotz einer Reduzierung beim ÖV-Angebot rechnet Stadtbus Winterthur nicht mit einem Chaos im Pendlerverkehr. Laut einem Sprecher könnte es aber etwas enger im Bus werden.

von
Shila Ochsner
Monira Djurdjevic
1 / 4
Laut Stadtbus Winterthur wird das Angebot bis voraussichtlich 31. Dezember reduziert. Von der Einstellung betroffen ist die Linie 2E.

Laut Stadtbus Winterthur wird das Angebot bis voraussichtlich 31. Dezember reduziert. Von der Einstellung betroffen ist die Linie 2E.

Stadt Winterthur
Taktreduktionen wird es auf den Linien 1, 2 und 3, gemäss Sommerferienfahrplan, geben.

Taktreduktionen wird es auf den Linien 1, 2 und 3, gemäss Sommerferienfahrplan, geben.

Stadt Winterthur
Den Fahrgästen werde empfohlen, die Abfahrtszeiten über die elektronischen Fahrpläne, die ZVV- oder die SBB-App zu überprüfen.

Den Fahrgästen werde empfohlen, die Abfahrtszeiten über die elektronischen Fahrpläne, die ZVV- oder die SBB-App zu überprüfen.

20min/Sonja Mulitze

Darum gehts

Coronabedingter Personalausfall führt in Winterthur zur Einstellung sowie Taktreduktionen vereinzelter Buslinien. Stadtbus Winterthur rechnet durch diese «leichte Anpassung im Fahrplan» nicht mit einem Chaos im Pendlerverkehr, wie es auf Anfrage heisst. «Es wird etwas enger im Bus, doch wir werden die Kapazität stemmen können», sagt Sprecher Michael Poysden. Er rechnet fest damit, dass ab Januar die krankheitsbedingt ausgefallenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wieder einsatzfähig sein werden. Ansonsten wird Stadtbus Winterthur frühzeitig erneut informieren.

Laut einer Mitteilung wird das Angebot bis voraussichtlich 31. Dezember reduziert. Von der Einstellung betroffen ist die Linie 2E. Taktreduktionen wird es auf den Linien 1, 2 und 3, gemäss Sommerferienfahrplan, geben. Den Fahrgästen werde empfohlen, die Abfahrtszeiten über die elektronischen Fahrpläne, die ZVV- oder die SBB-App zu überprüfen. «Stadtbus bedauert diese Massnahmen sehr und unternimmt alles, damit das komplette Angebot so schnell wie möglich wieder gefahren werden kann», heisst es in der Mitteilung weiter.

«Personelle Situation im Fahrdienst hat sich dramatisch zugespitzt»

Erst kürzlich informierte Stadtbus Winterthur seine Mitarbeitenden in einem Schreiben, dass «der Fall, den man unbedingt vermeiden wollte, nun eingetreten ist». In dem Brief, der 20 Minuten vorliegt, heisst es: «Die personelle Situation im Fahrdienst hat sich in den letzten Woche dramatisch zugespitzt. Zusätzlich zu den Mitarbeitenden die krankheitsbedingt bereits seit längerer Zeit ausfallen, kommen nun auch wieder vermehrt Corona-Infektionen hinzu.» Aus diesem Grund sei man gezwungen, die Angebote einzustellen respektive zu reduzieren.

«Die aktuelle Situation können wir nur gemeinsam meistern», heisst es in dem Schreiben weiter. Man danke allen, die sich für zusätzliche Fahrdienste zur Verfügung stellen, damit die Arbeitsbelastung breiter verteilt werden kann. Das Motto für die «kommenden schwierigen Wochen» sei: «Ärmel hochkrempeln und anpacken.»

Bei anderen Verkehrsbetrieben ist eine Anpassung des Fahrplans aufgrund von Personalmangel kein Thema. So werden die Verkehrsbetriebe der Stadt Zürich (VBZ) und des Zürcher Oberlands (VZO) weiterhin gemäss Fahrplan verkehren, wie es auf Anfrage heisst. Auch bei der Aargau Verkehr AG (AVA) ist kein reduzierter Fahrplan vorgesehen. «Während den Weihnachtstagen, wenn weniger Fahrgäste unterwegs sind, werden wir den Einsatz von längeren Zugkompositionen aber reduzieren», sagt Sprecher Michael Briner.

My 20 Minuten

Deine Meinung

45 Kommentare