FCB: Wird Frei zur Basler Zerreissprobe?
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FCBWird Frei zur Basler Zerreissprobe?

Der FC Basel hat Borussia Dortmund eine konkrete Offerte für Alex Frei vorgelegt. Der Stürmerstar wäre beim FCB die dringend benötigte Verstärkung, aber er bringt das Lohngefüge in Gefahr.

von
Sandro Compagno

Ob sich ein Mensch reich oder arm fühlt, hängt weniger mit absoluten denn mit relativen Faktoren zusammen. «Keeping up with the Joneses», sagt der Angelsachse und meint damit, dass sich der Mensch an seinen Nachbarn misst. Zwei Beispiele: Ein Ugander, der pro Tag 15 Dollar verdient, hält sich für reich, wenn sein Nachbar mit 5 Dollar auskommen muss. Ein Basler Fussballer, der für 1 Million kickt, fühlt sich unterbezahlt, wenn sein Kollege 2 Millionen Franken verdient.

Frei soll bei Borussia Dortmund gegen 4 Millionen Franken kassieren, die Topverdiener in Basel – Costanzo, Huggel, Streller – «nur» zwischen 1 und 1,5 Millionen Franken. Was will der FCB dem Nati-Topskorer (39 Tore in 67 Länderspielen) bezahlen? FCB-Sportkoordinator Georg Heitz: «Solange Alex Frei bei Borussia unter Vertrag steht, verbieten uns die Fifa-Statuten, mit ihm zu verhandeln.» Aber, so Heitz, Frei würde auch in Basel «gutes Geld verdienen». FCB-Präsidentin Gigi Oeri und Vize Bernhard Heusler haben das Lohngefüge des FCB in den letzten Jahren fein austariert. Wer nicht mehr ­hineinpasste (wie Majstorovic letztes Jahr), der musste seine Koffer packen. Laut Heitz würde ein Frei-Transfer daran nichts ändern: «Das Feld ist abgesteckt. Er würde unser Lohngefüge nicht sprengen.»

Trotzdem: 2 Millionen Franken müssten die Bebbi ihrem Wunsch-Spieler bieten. Die Summe würde das Lohnge­füge nicht sprengen, aber dehnen. Das Konfliktpotenzial ­ist gross – Frei müsste sein ­Gehalt Woche für Woche mit Toren und Torvorlagen rechtfertigen.

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