Aktualisiert 25.06.2009 20:05

Transfer-CoupWird Hakan Yakin ein Fall für die Fifa?

Hakan Yakin hat beim FC Luzern einen Zweijahresvertrag mit Option unterschrieben. Doch wann darf er für die Innerschweizer spielen?

von
Andy Huber

Den Ausschlag für die Zusage an den FCL gab, dass sich FCL-Präsident Walter Stierli trotz Ferien sehr intensiv um ihn bemüht habe, betont der 76-fache Internationale: «Es war schliesslich eine Angelegenheit des Herzens.» Bleibt für ihn zu hoffen, dass es ihm dieses nicht bricht. Denn der Transfer von Al Gharafa, wo Yakin noch einen Vertrag bis 2010 besitzt, nach Luzern ist noch längst nicht in trockenenen Tüchern. Die Freigabe für Yakin hat den Weg aus der Wüste in die Schweiz noch nicht gefunden.

Wenn die Luzerner nun argumentieren, Al Gharafa habe seit drei Monaten ­Yakins Lohn nicht mehr bezahlt und quasi Vertragsbruch begangen, streuen sie sich schon ein wenig Sand in die Augen. Wer die Mentalität im arabischen Raum kennt, weiss, dass es dort nichts Schlimmeres gibt, als das Gesicht zu verlieren. Wirft man den Scheichs also vor, sie hätten Yakin nicht bezahlt – andere Stimmen behaupten das Gegenteil –, beleidigt man sie. Erschwerend kommt dazu, dass gestern offenbar niemand vom Meister aus Katar Kenntnis von Yakins neuem Engagement hatte. Also werden sich die Öl-Millionäre in der Causa Yakin nun kaum schneller bewegen als ihre geliebten Kamele. Die Fifa wollte sich zum Fall nicht konkret äussern. Eine solche Sache könne sich lange hinziehen, hiess es lediglich.

Yakin hingegen freut sich auf den ersten Höhepunkt mit Luzern – auf das Spiel am 4. Juli gegen Thun, das Duell gegen den dortigen Trainer und Bruder Murat. In diesem Test darf er wenigstens spielen.

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