Wahlen in Basel: Wird Heidi Mück zum Bürgerlichen-Schreck?
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Wahlen in BaselWird Heidi Mück zum Bürgerlichen-Schreck?

Die Links-aussen-Politikerin Heidi Mück überraschte im ersten Wahlgang mit dem achtbesten Ergebnis. Wird sie im zweiten Wahlgang zum Albtraum der Bürgerlichen?

von
lha

Kann Heidi Mück (Dritte von links) beim zweiten Wahlgang über ihren eigenen Wahlsieg jubeln? (Video: 20 Minuten)

Definitiv entschieden wird erst am Dienstagabend, welche Kandidaten in den zweiten Wahlgang ums Rennen um die beiden verbleibenden Regierungssitze gehen. Von den bürgerlichen Parteien weiss man, dass sie an ihrem Viererticket festhalten und neben Baschi Dürr (FDP) auch noch mal Lorenz Nägelin (SVP) antreten lassen. Ebenso klar ist, dass die SP mit Hans-Peter Wessels antritt. Mit einem Fragezeichen versehen ist einzig die Kandidatur von Heidi Mück (BastA!).

Am Sonntag sagte Mück jedenfalls, dass sie sehr motiviert sei für einen zweiten Wahlgang. «Ich sehe keinen Grund, warum ich nicht antreten sollte.» Entschieden werde das aber erst am Dienstagabend, sagte sie. Mit ihren 18'105 Stimmen überholte Mück SVP-Mann Nägelin und lag nur knapp 3000 Stimmen hinter Sicherheitsdirektor Dürr. Dieses Ergebnis überraschte viele, zumal Mück als Links-aussen-Politikerin gilt. Es zeigt aber die Stärke des linken Elektorats in Basel.

Politologe glaubt nicht an Überraschung

Könnte Mück im zweiten Wahlgang gar den Bisherigen Baschi Dürr aus dem Amt verdrängen? Das glaubt Politologe Michael Hermann nicht. «Dürr wurde bestraft für die Skandale in seinem Departement, aber im zweiten Wahlgang erwarte ich ein besseres Resultat», so Hermann. Auch glaubt er nicht, dass das linke Lager gleich stark wie im ersten Wahlgang mobilisieren wird, als sie wegen Hermanns Wählerumfrage eine Mehrheitsverlust befürchtete. «Dieser Mobilisierungsdruck fehlt nun», folgert er.

So wird am 27. November höchstwahrscheinlich alles beim Alten bleiben. Dürr bleibt Sicherheitsdirektor und Wessels behält die Baudirektion.

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