Aktualisiert 08.04.2015 12:13

Zürcher WahlenWird Martin Graf der «Fall Carlos» zum Verhängnis?

Die Zürcher Regierungsratswahlen werden spannend: Laut einer Umfrage kämpfen Martin Graf (Grüne), Jacqueline Fehr (SP) und Silvia Steiner (CVP) um die letzten beiden Sitze.

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Auf einem Wahlpodium geblitzt (von links): Martin Graf (Grüne), Jacqueline Fehr (SP), die Moderatoren Hans-Peter Künzi (SRF) und Thomas Ribi (NZZ), Silvia Steiner (CVP), Carmen Walker Späh (FDP) und Ernst Stocker (SVP).

Auf einem Wahlpodium geblitzt (von links): Martin Graf (Grüne), Jacqueline Fehr (SP), die Moderatoren Hans-Peter Künzi (SRF) und Thomas Ribi (NZZ), Silvia Steiner (CVP), Carmen Walker Späh (FDP) und Ernst Stocker (SVP).

Schenkt man der neusten Wahlumfrage des «Tages-Anzeigers» Glauben, dann sähe die Zusammensetzung der Zürcher Regierung künftig wie folgt aus: Gewählt wären Thomas Heiniger (FDP, bisher), Mario Fehr (SP, bisher), Ernst Stocker (SVP, bisher), Markus Kägi (SVP, bisher), Carmen Walker Späh (FDP, neu), Silvia Steiner (CVP, neu) sowie Jacqueline Fehr (SP, neu).

Auch Martin Graf (Grüne, bisher) hätte genügend Stimmen, würde aber als Überzähliger ausscheiden. Chancenlos und weit abgeschlagen wären Markus Bischoff (AL, neu), Nik Gugger (EVP, neu) und Marcel Lenggenhager (BDP, neu).

Erwartet wird insbesondere ein Dreikampf von Silvia Steiner, Jacqueline Fehr und Martin Graf um die letzten beiden Sitze. Als Überraschung gilt das Abschneiden von Steiner. Ob ihr die Negativkampagne von Dignitas-Gründer Ludwig A. Minelli letztlich doch genützt hat, ist unklar. Zumindest hat sie das grösste Defizit von Steiner beseitigt: Die Tatsache, dass sie nicht so bekannt war, wie Thomas Milic sagt. Der Politologe hat die Umfrage zusammen mit seinem Team der Uni-Forschungsstelle Sotomo im Auftrag des «Tages-Anzeigers» durchgeführt.

Fukushima-Effekt zieht nicht mehr

Dass die Wiederwahl von Graf auf der Kippe steht, könnte mit dem Fall Carlos zusammenhängen, wo er nicht immer eine gute Figur machte, und mit der Tatsache, dass er diesmal nicht vom Fukushima-Effekt profitieren dürfte wie 2011.

Die Umfrage wurde am 25. und 26. März auf Tagesanzeiger.ch durchgeführt und ist nicht repräsentativ. Teilgenommen haben 2356 Personen – überproportional viele Männer und zu wenige ältere Frauen. Umfragen sind Momentaufnahmen. Bis zum Wahltag am 12. April kann sich die Haltung der Wähler ändern.

Wissen Sie schon, wen Sie am 12. April in den Zürcher Regierungs- und in den Kantonsrat wählen wollen? Wenn nicht, stellen Sie einfach Ihre persönliche Wahlempfehlung zusammen – mit Hilfe von 20 Minuten und Vimentis.ch.

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