Corona in der Schweiz – Wird Quarantänefrist verkürzt? Am Mittwoch entscheidet der Bundesrat
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Corona in der SchweizWird Quarantänefrist verkürzt? Am Mittwoch entscheidet der Bundesrat

Mitte der Woche entscheidet der Bundesrat über neue Regeln im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Bereits jetzt lässt Ueli Maurer durchsickern, dass die Quarantänezeit überdacht wird.

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Im «Eco Talk» sagte Ueli Maurer, dass eine Verkürzung der Quarantäne möglich sei. 

Im «Eco Talk» sagte Ueli Maurer, dass eine Verkürzung der Quarantäne möglich sei.

20min/Simon Glauser
Diverse Länder verkürzten bereits die Quarantänefrist von zehn auf fünf Tage.

Diverse Länder verkürzten bereits die Quarantänefrist von zehn auf fünf Tage.

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Immer mehr Expertinnen und Experten fordern dies auch in der Schweiz. 

Immer mehr Expertinnen und Experten fordern dies auch in der Schweiz.

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Darum gehts

  • Der Bund befürchtet durch Omikron einen Infrastruktur-Kollaps.

  • Denn viele der rund 100’000 Personen, die derzeit in Isolation oder Quarantäne sind, fehlen am Arbeitsplatz.

  • Am Mittwoch könnte nun die verkürzte Quarantäne vom Bundesrat entschieden werden.

Die Quarantäneregeln haben Tausenden in der Schweiz die Feiertage vermiest. Und auch die Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen stören sich an den Quarantäneregeln: Viele der rund 100’000 Personen, die derzeit in Isolation oder Quarantäne sind, fehlen am Arbeitsplatz. Somit fordert die Omikron-Welle die Wirtschaft heraus, es könnte ein Infrastruktur-Kollaps drohen.

Experten, Wirtschaftsverbände und Fachleute haben deshalb unlängst eine Verkürzung der Quarantäne in den Raum gestellt. Und bereits am Mittwoch tagt der Bundesrat und könnte einer Verkürzung zustimmen. Finanzminister Ueli Maurer spricht sich im «Eco Talk» von SRF dafür aus, die Kürzung zu prüfen. «Es ist tatsächlich angezeigt, dass wir die Quarantänefrist überdenken.» Vor allem für kleine Unternehmen sei es schwierig, wenn die wichtigsten Mitarbeiter fehlen, so Bundesrat Maurer. Wie der «Tages-Anzeiger» schreibt, wollen die SVP-Bundesräte Parmelin und Maurer gar die Quarantäne für Personen, die nahen Kontakt zu einer positiv getesteten Person hatten, ganz abschaffen.

«Wir haben hohe Infektionszahlen, aber in den Spitälern bleibt es ruhig»

Maurer gibt auch den Gastro- und Sportbetrieben einen kleinen Lichtblick. Im «Eco Talk» stellt er klar, dass keine Schliessung von solchen Betrieben gedacht sei. Eine solche Massnahme sei nicht angezeigt. Maurer betont: «Wir haben zwar hohe Infektionszahlen, aber in den Spitälern bleibt es ruhig.» Und für die Betriebe, die Probleme haben wegen fehlender Kundschaft, verweist der Bundesrat auf die Härtefallverordnung. Eine Anpassung derer sei zurzeit in Vernehmlassung. Die «NZZ am Sonntag» berichtete, dass der Anspruch auf Finanzhilfen vereinfacht werden soll. Hat eine Firma ungedeckte Fixkosten, könnte sie künftig Härtefallgelder für diese anfordern. Zuvor war die Voraussetzung, dass eine Firma Umsatzausfälle von über 40 Prozent hatte.

Ein Unternehmen, welches solche Gelder beantragt, muss die Ausfälle belegen, beweisen und zeigen, dass sie sich um «Selbsthilfemassnahmen» bemüht haben. Laut Finanzminister Maurer sei dies eine sehr faire und grosszügige Verordnung. Gastro-Suisse-Präsident Casimir Platzer hingegen warnt in der «NZZ am Sonntag» vor einem «Bürokratiemonster».

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(fos)

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