Zürich: Wird Schwamendingen trendy?
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ZürichWird Schwamendingen trendy?

Wird Schwamendingen Zürichs nächstes Trendquartier? Das 10 000 Quadratmeter grosse Amag-Areal soll jedenfalls viele Kreative ins Quartier locken.

von
David Torcasso
Schwamendingen könnte sich zum nächsten Trendquartier entwickeln. (Bild: Hochbaudepartement Stadt Zürich

Schwamendingen könnte sich zum nächsten Trendquartier entwickeln. (Bild: Hochbaudepartement Stadt Zürich

«Ich kann mir vorstellen, dass Schwamendingen in einigen Jahren der absolut hippe Ort sein kann», sagte Stadtpräsidentin Corine Mauch (SP) kürzlich. Und die Stadt wird aktiv, um eine Entwicklung in diese Richtung zu ermöglichen: Ab Sommer 2011 soll das Amag-Areal an der Ueberlandstrasse für fünf Jahre der Kreativwirtschaft zur Zwischennutzung zur Verfügung stehen. Der Autohändler zieht in ein grösseres Gebäude nach Dübendorf. Auf einer Fläche von 10 500 Quadratmetern wünscht sich die Stadt «Architekten, Designer und Grafiker», wie Benno Seiler, Leiter der Zürcher Wirtschaftsförderung, sagt. Die Preise für die Räume sind mit 110 bis 150 Franken pro Quadratmeter tief. «Ich finde es gut, dass sich die Stadt für solche Zwischennutzungen einsetzt», sagt Michel Pernet, Co-Präsident des Verbandes Schweizer Kreativwirtschaft. Zwar sei Schwamendingen heute noch «total uncool», doch könne das Amag-Areal ein wichtiger Impulsgeber für die Entwicklung eines Quartiers sein: «Und plötzlich ist es angesagt.»

Szenegastronom Stefan Tamò führt seit dem vergangenen Sommer die Beiz Ziegelhütte in Schwamendingen und ist begeistert vom Quartier: «Schwamendingen bietet eine wunderbare Mischung zwischen Urbanität und Natur.» Hier gebe es noch «coole Räume» zu entdecken. Tamò sagt aber: «Bis zum Trendquartier ist es noch ein langer Weg.»

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