Interesse an Online-Firma: Wird Yahoo chinesisch?

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Interesse an Online-FirmaWird Yahoo chinesisch?

Der chinesische Internetunternehmer Jack Ma will den ehemaligen Internet-Giganten Yahoo aufkaufen. Nach dem unfreiwilligen Abgang von Chefin Carol Bartz dürften die Chancen für einen Verkauf steigen.

Ein chinesischer Internetunternehmer streckt die Finger nach der Suchmaschine Yahoo aus.

Ein chinesischer Internetunternehmer streckt die Finger nach der Suchmaschine Yahoo aus.

Drei Wochen nach dem Rauswurf von Yahoo-Chefin Carol Bartz hat der chinesische Internetunternehmer Jack Ma sein Interesse an dem US-Konzern bekundet. Er sei an Yahoo sehr interessiert, sagte der Gründer des chinesischen Onlinehändlers Alibaba am Freitag bei einer Veranstaltung der Universität Stanford in Kalifornien.

Yahoo ist mit etwa 40 Prozent an Alibaba beteiligt. Bartz hatte ein Angebot Mas zum Rückkauf dieser Anteile abgewiesen. Im nachbörslichen Handel legten Yahoo-Papiere am Freitag um fünf Prozent zu.

Ma, ein früherer Englischlehrer, könnte mit Hilfe von Yahoo seine Firma auf dem wichtigsten Internetmarkt der Welt expandieren lassen. Alibaba sei wahrscheinlich eine der sehr wenigen Unternehmen, die Yahoo gut verstehe, sagte Ma. Die Verbindung reicht bis ins Jahr 2005 zurück, wurde aber zuletzt immer angespannter.

Analysten: «Yahoo Ziel einer Übernahme»

Nach dem Rauswurf von Spitzenmanagerin Bartz sagte Yahoo-Gründer Jerry Yang Kreisen zufolge, das Unternehmen stehe nicht zum Verkauf. Analysten halten es dennoch für wahrscheinlich, dass Yahoo letztlich das Ziel einer Übernahme sein wird.

Yahoo war in den 90er Jahren eines der wichtigsten Internetunternehmen. Auf dem Höhepunkt des Booms war die Aktie mehr als 125 Dollar wert. Yahoo hat inzwischen zunehmend Probleme, seine Werbeeinnahmen gegen erfolgreichere Konkurrenten wie Google oder Facebook zu verteidigen. An der Nasdaq schlossen die Papiere am Freitag bei einem Kurs von 13,17 Dollar. (sda)

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