Aktualisiert 27.01.2011 20:06

TransferknatschWird YB-Koreaner Koo jetzt zum Fall für die Fifa?

Eigentlich hat YB das Ja-Wort von Koo Ja-Cheol. Aber nun wird aus dem Koreaner vielleicht Koo Nein-Cheol. Sein Klub verweigert die Freigabe.

von
Peter Berger
Koo Ja-Cheol (r.): Bei YB unterschrieben – von anderen Klubs gejagt. (Keystone)

Koo Ja-Cheol (r.): Bei YB unterschrieben – von anderen Klubs gejagt. (Keystone)

Bereits Anfang 2011 hat Koo Ja-Cheol bei YB einen Vertrag bis Sommer 2015 unterschrieben. Auch mit seinem Klub JeJu United FC war alles klar, da Koo Ja-Cheol beim koreanischen Erstligisten eine Ausstiegsklausel hat.

Doch das war Anfang Januar, jetzt ist Ende Januar. Und vor allem hat Koo Ja-Cheol mit Südkorea einen erfolgreichen Asien-Cup absolviert. Der 21-jährige offensive Mittelfeldspieler erzielte vier Tore und bereitete drei vor. «Er ist einer der Superstars des Turniers», hat YB-CEO Ilja Kaenzig festgestellt. Das haben auch andere gesehen. Nun buhlen vor allem deutsche und russische Klubs um das Talent. Diese bieten JeJu United FC eine deutlich höhere Ablösesumme an – YB zahlt rund 1,5 Millionen Franken. Deshalb haben die Koreaner bisher den Bernern die Freigabe für den Spieler ­verweigert. «Aber wir haben formal alles fristgerecht erfüllt», betont Kaenzig. Der YB-Boss ist deshalb «auf Grund der Faktenlage zuversichtlich», dass Koo Ja-Cheol doch noch nach Bern kommt und nicht plötzlich Nein sagt. YB hat die internationale Freigabe beantragt. Reagieren die Koreaner nicht in den nächsten Tagen, muss der Weltverband Fifa über den Transfer entscheiden.

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