Aktualisiert 05.08.2008 15:21

Kriegsverbrecher-TribunalWirre Eingabe von Karadzic: «Die USA wollen meinen Tod»

Die Ankläger im Haager Kriegsverbrechertribunal haben das Gericht gebeten, klare Regeln für Eingaben des Angeklagten Radovan Karadzic festzusetzen. Grund: Die erste schriftliche Vorlage des früheren bosnisch-serbischen Präsidenten ist juristisch nicht verwertbar.

In dem vierseitigen Dokument erklärte Karadzic, dass die Medien gegen ihn eingenommen seien und dass die US-Regierung seinen Tod wolle. Karadzic gab jedoch keine Erklärung zu den gegen ihn erhobenen Anklagepunkten ab. Bei einer nächsten Anhörung am 29. August soll der Angeklagte erneut gefragt werden, ob er sich für schuldig oder nicht schuldig erklärt. Er hat die Absicht bekundet, sich selbst zu verteidigen.

Karadzic wurde am 21. Juli 2008 von serbischen Sicherheitskräften festgenommen und am 30. Juli an das UN-Tribunal in Den Haag überstellt. 13 Jahre nach dem Ende des Bosnienkriegs muss er sich unter anderem wegen Völkermordes, Verschwörung zum Völkermord sowie Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantworten. (dapd)

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