Aktualisiert 23.01.2020 13:16

BaselWirte schmuggelten 3,5 Tonnen Fleisch

Die Zollverwaltung hat in Basel zwei Wirte beim Fleischschmuggel erwischt. Insgesamt sollen sie 3,5 Tonnen Ware unverzollt in die Schweiz eingeführt haben.

von
lha
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Schweizer Wirte haben insgesamt 3,5 Tonnen Fleisch in die Schweiz geschmuggelt, das sie in ihrem Restaurant verarbeitet haben. Sie müssen 80'000 Franken hinterzogenen Abgaben nachzahlen. Kein Einzelfall.

Schweizer Wirte haben insgesamt 3,5 Tonnen Fleisch in die Schweiz geschmuggelt, das sie in ihrem Restaurant verarbeitet haben. Sie müssen 80'000 Franken hinterzogenen Abgaben nachzahlen. Kein Einzelfall.

EZV
Kein Einzelfall: Im März 2015 stiessen Beamte in Riehen BS auf mehr als 610 Kilo Fleisch im Kleintransporter von drei türkischen Staatsangehörigen aus dem Aargau.

Kein Einzelfall: Im März 2015 stiessen Beamte in Riehen BS auf mehr als 610 Kilo Fleisch im Kleintransporter von drei türkischen Staatsangehörigen aus dem Aargau.

Zollkreisdirektion Basel
Die Schmuggler mussten nicht nur Abgaben von 17 Franken pro Kilo zahlen, sondern auch mit einer saftigen Busse rechnen. Das Fleisch wurde vernichtet, weil die Kühlkette unterbrochen war.

Die Schmuggler mussten nicht nur Abgaben von 17 Franken pro Kilo zahlen, sondern auch mit einer saftigen Busse rechnen. Das Fleisch wurde vernichtet, weil die Kühlkette unterbrochen war.

Zollkreisdirektion Basel

Die 130 Kilogramm argentinisches Rindfleisch im Kofferraum waren nur die Spitze des Eisbergs. Mitarbeitende der Eidgenössischen Zollverwaltung haben in Basel einen grösseren Fall von Fleischschmuggel aufgedeckt. Zwei Wirte sollen während eines Jahres insgesamt 3,5 Tonnen unverzolltes Frischfleisch in die Schweiz eingeführt haben. Dies hätten umfangreiche Ermittlungen ergeben, teilte die Behörde am Donnerstag mit.

Demnach haben die Männer zwischen März 2018 und Mai 2019 insgesamt 28 Schmuggelfahrten unternommen. Bei der Befragung gaben die Gastronomen an, das Fleisch aus finanziellen Gründen jeweils in Deutschland gekauft und unverzollt in die Schweiz eingeführt zu haben. Die Ware wurde dann in ihrem Restaurant verarbeitet. Nähere Angaben zu den Beschuldigten machte die Behörde aus Datenschutzgründen nicht.

Gegen beide Wirte wurde bereits Anklage wegen Widerhandlung gegen das Zoll- und Mehrwertsteuergesetz erhoben. Sie müssen zudem die hinterzogenen Abgaben in der Höhe von rund 80'000 Franken nachzahlen. Hinzu kommt eine empfindliche Busse im Falle einer Verurteilung. Das Verfahren wird von der Eidgenössischen Zollverwaltung selbst geführt.

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