Aktualisiert 03.11.2009 23:26

Chur GBWirtschaft will eine liberalere Vorlage

Die meisten Wirtschaftsverbände in Graubünden lehnen die von der Regierung vorgelegte Totalrevision des Energiegesetzes ab. Gefordert wird eine liberalere Vorlage.

Mit ihrem Entwurf will die Regierung die 2000-Watt-Gesellschaft gesetzlich verankern. Erreicht werden soll das langfristige Ziel mit höheren Förderbeiträgen, besonders für die Sanierung von Gebäuden und haustechnischen Anlagen. Der Einsatz fossiler Energieträger soll durch Effizienz reduziert und mit erneuerbaren Energien substituiert werden.

Die Wirtschaftsverbände haben zum Ziel der Totalrevision aber eine Reihe von Vorbehalten, wie sie am Dienstag mitteilten. Dem «mainstream folgend» wolle die Regierung die 2000-Watt-Gesellschaft anstreben, ohne zu fragen, ob sie klimapolitisch effizient, volkswirtschaftlich verkraftbar, wettbewerbskonform und finanzpolitisch tragbar sei, heisst es in der Stellungnahme.

Weiter verlangen die Verbände, dass die «Ökologisierung gegenüber der Ökonomisierung nicht überbewertet wird». Nicht nachvollzogen werden könne, weshalb der Kanton bei energetischen Sanierungen der eigenen Gebäude eine Vorreiterrolle übernehmen solle, hiess es weiter.

Die Verbände verlangen eine Überarbeitung des Gesetzesentwurfs. Sie fordern eine liberalere Ausgestaltung der Vorlage. Hinter der Stellungnahme stehen die Dachorganisationen der Wirtschaft, darunter der Gewerbeverband, die Handelskammer und der Arbeitgeberverband sowie hotelleriesuisse Graubünden. (sda)

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