Wirtschaftskriminalität: Der Lebensstil verrät die Täter
Aktualisiert

Wirtschaftskriminalität: Der Lebensstil verrät die Täter

Eine neue Studie von KPMG zeigt: Wirtschaftskriminelle sind meistens im Kader zu finden. Und entdeckt werden sie erst dann, wenn sie privat zu viel Geld ausgeben.

Der typische Wirtschaftskriminelle ist zwischen 36 und 55 Jahre alt (70%), seit 3 bis 5 Jahren in der Firma (36%), und männlich (85%) und sitzt im Kader der Firma (86%). Das ergab eine Untersuchung von 360 Fällen, bei denen die Wirtschaftsprüferin KPMG zu Hilfe gerufen wurde. «Wenn schon, dann richtig», lautet dabei das Motto der Betrüger: Meistens übersteigt die Deliktsumme 160 000 Franken, bei einem Drittel sind es gar zwischen einer und zehn Millionen Franken. Als gefährdet erwiesen sich Finanzabteilungen: Hier ereigneten sich 36 Prozent der Fälle, vor allem in der Buchhaltung sowie im Controlling.

Als wichtigstes Warnsignal nennt KPMG einen ausschweifenden Lebensstil, der das Budget des Managers übersteigt. So mancher Grossbetrüger bleibt aber laut KPMG unbestraft: Bei zwei Dritteln der Fälle werden aus Angst vor Imageschaden die Behörden nicht eingeschaltet. Noch schlimmer: «50 Prozent der Deliktsumme sind so gut versteckt, dass wir sie nicht mehr finden», sagt Stefan Mathys, Sprecher von KPMG.

(mhb)

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