25.10.2015 21:31

Fatale EntwicklungWirtschaftsleistung sinkt mit steigender Temperatur

Steigende Temperaturen durch den Klimawandel könnten die Weltwirtschaft spürbar ausbremsen. Das hätte schlimme Folgen für die Menschheit.

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Die Erkenntnisse der US-Forscher stärken diejenigen, die sich gegen den Klimawandel starkmachen.

Die Erkenntnisse der US-Forscher stärken diejenigen, die sich gegen den Klimawandel starkmachen.

Die Erderwärmung setzt Menschen, Tieren und Pflanzen zu. Zudem erweckt sie Urzeit-Viren zum Leben. Nun haben Forscher der Stanford University eine weitere Folge ausgemacht.

Wie das Team um Marshall Burke im Fachjournal «Nature» berichtet, könnten die steigenden Temperaturen die Weltwirtschaft ausbremsen. Ihnen zufolge sind Volkswirtschaften bei einer Jahresdurchschnittstemperatur von 13 Grad Celsius am produktivsten. Bis zu dieser Temperatur stiegen die Erträge an. Danach sänken sie wieder ab. Für Zürich gibt MeteoSchweiz die Jahresdurchschnittstemperatur übrigens mit 8,5 Grad an.

Schreckensszenario

Burke und seine Kollegen haben für ihre Studie die Wirtschaftsdaten von 166 Staaten zwischen 1960 und 2010 ausgewertet und mit den jährlichen Durchschnittstemperaturen in Beziehung gesetzt. Die von ihnen identifizierte Wendemarke von 13 Grad besteht ihren Ergebnissen nach unabhängig davon, wie hoch der Industrialisierungsgrad der Länder ist. Und: Sie gilt für die Leistung der Arbeitskräfte ebenso wie für diejenige der Landwirtschaft.

Deshalb fordern auch sie, alles zu unternehmen, um die Erderwärmung zu stoppen. Ansonsten drohe bei einem erwarteten Anstieg von gut 4 Grad Celsius bis 2100 eine Verminderung der weltweiten Wirtschaftskraft von 23 Prozent im Vergleich zu einer Situation ohne Temperaturanstieg, heisst es in einer Mitteilung der Hochschule.

Auch für die Gesellschaft hätte der Anstieg der Temperaturen Konsequenzen, heisst es dort weiter. So würden in 77 Prozent der Länder die einzelnen Menschen im Schnitt ärmer sein, als das ohne steigende Temperaturen der Fall wäre. Je nach Szenario seien 5 bis 43 Prozent aller Länder 2100 sogar ärmer als sie heute sind.

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