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Wintereinbruch«Wischi-Waschi-Wetter»

Bis zu einem halben Meter Schnee und Regen wie seit Jahren nicht mehr: Der Mai hat schlecht begonnen - und geht schlecht weiter.

von
meg
Zwei Rinder blicken am 3. Mai 2010 auf der Frühlingsweide in Igis im Churer Rheintal verdutzt in die Winterlandschaft.

Zwei Rinder blicken am 3. Mai 2010 auf der Frühlingsweide in Igis im Churer Rheintal verdutzt in die Winterlandschaft.

Die ersten Sommergefühle wurden mit dem Vorschlaghammer beendet. Mit einem Temperatursturz um 10 Grad und einsetzendem Regen hat der Wonnemonat Mai begonnen. Die Messstation in Kloten verzeichnete sogar den zweitschlechtesten Start in den Mai in diesem Jahrhundert: Nur 2002 hat es in den ersten drei Tagen mehr geregnet als 2010. Der Start der Badisaison fiel buchstäblich ins Wasser.

Und nicht nur das. Kalt erwischt wurde das Bündnerland: Bis hinunter nach Chur (550 Meter über Meer) schneite es. In Arosa fielen 27 Zentimeter Neuschnee, auf dem Lukmanier bis zu einem halben Meter. Das Tessin wurde nass geduscht: Bis zu 100 Liter pro Quadratmeter fielen in der Sonnenstube in den letzten Stunden.

«Kein trockener Tag in dieser Woche»

Der Schnee schmilzt zwar im Bündnerland bereits wieder weg, die Nullgradgrenze ist auf 2000 Meter gestiegen, Besserung ist trotzdem nicht in Sicht. Bis zum Wochenende bleibt es wechselhaft. Bereits nähert sich ein nächster Schub Regen, der vor allem die Alpensüdseite mit viel Regen eindecken wird. «In dieser Woche wird es wohl keinen trockenen Tag geben», sagt Klaus Marquardt, Meteorologe von Meteo News. Höchstens sehr lokal könnte es hie und da eine Ausnahme geben.

Trotz den trüben Aussichten: Regen zum Anfang des Wonnemonats ist eher die Regel. Nur gerade dreimal seit dem Jahr 2000 blieb es während den ersten drei Tagen trocken. Marquardt sagt: «Wir haben ein ziemliches Wischi-Waschi-Wetter, aber es ist nicht aussergewöhnlich miserabel.»

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