Dada: Wischmops «reinigen» UBS und CS
Aktualisiert

DadaWischmops «reinigen» UBS und CS

Nur eine halbe Stunde dauerte die Säuberung – aber sie war eindrücklich. Lebende Wischmops drangen am Paradeplatz in die CS und UBS ein – und wirbelten einigen Staub auf.

von
kub

Es war eine kurze Geschichte – sehr spontan, so Philipp Meier vom Carbaret Voltaire, der das ganze als Insider beobachtete. Punkt 15 Uhr am Zürcher Paradeplatz platzten rund 15 als Wischmops verkleidete Aktivisten in die Banken CS und UBS ein und führten eine Oberflächenreinigung durch. Meier pries die Aktion als «neue Reinigungstechnologie an, die auf Ganzkörpereinsatz basiert.» Und: «Ein internationales ExpertInnenteam wollte damit der hartnäckigen Verschmutzung der Schweizer Banken auf den Leib gehen.»

Cleaning Swiss Banks from adnan on Vimeo.

Die Sicherheitsleute der UBS und CS seien sichtlich überrumpelt gewesen, so Meier, dessen heiteren, symbolträchtigen Events immer wieder mediale Aufmerksamkeit erregen. «Man versuchte uns zu stoppen, aber das war bei 15 Wischmops schwierig.» Die Mops wanden sich am Boden und sputeten herum. Es wurde geknipst und gefilmt, was die CS-Security ziemlich nervös machte, so Meier. Bei der UBS wurden vorübergehend die Türen geschlossen. Die Polizei sei bereits unterwegs, wurde den Aktivisten mitgeteilt. Mit dabei war auch das international für Furore sorgende amerikanische Duo The Yes Men.

Exorzismus am Paradeplatz

Die Aktion heute ist Teil einer Reihe von Dada-Events, die die undurchsichtigen Geschäfte der Banken anprangern. Morgen Samstag um 14 Uhr wird zu einer weiteren Aktion aufgerufen. Am Paradeplatz soll Referend Billy der UBS den Teufel austreiben. Der Amerikaner ist ein Spezialist in Sachen Exorzismus, wie untenstehende Videos zeigen. Der internationale Austausch sei wichtig, ist Philipp Meier überzeugt. So könne der kreative Aktivismus besonders gut gedeihen. Kunst gegen Geld-Aktionen – immer wieder erfrischend.

Referend Billy: Der Deutschen Bank soll der Teufel ausgetrieben warden (YouTube)

Rererend Billy an der Occupy Bewegung in New York City (YouTube)

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