Bern: Wissenschafter laden zur Comic-Analyse
Aktualisiert

BernWissenschafter laden zur Comic-Analyse

In Bern treffen sich kommendes Wochenende Wissenschafter aus der ganzen Welt. Thema der ungewöhnlichen Tagung: Comics und wie sie gedeutet werden können

von
jun
Die Comic-Forschung ist hierzulande noch weitgehend unbekannt.

Die Comic-Forschung ist hierzulande noch weitgehend unbekannt.

Was bei uns noch eine Seltenheit ist, kennen Studenten aus Kanada oder den USA schon länger: «Comic-Forschung ist in den letzten Jahren vor allem in Nordamerika entstanden», so Stephanie Hoppeler vom English Department der Universität Bern. Aber auch in Europa werden die sogenannten Comic Studies bereits gelehrt: Vor einigen Monaten hat die Dundee University in Schottland einen Comic-Degree ins Leben gerufen. Untersucht werden die Comics dort unter den Aspekten Literatur, Kunst und Popkultur.

Wie man in der jungen Disziplin beim Analysieren und Interpretieren am besten vorgehen soll, ist aber noch weitgehend unklar. «Es fehlen bewährte Vorgehensweisen wie sie die Literaturwissenschaft seit langem kennt», sagt Hoppeler. Um offene Fragen zu ­diskutieren, organisiert die Wissenschafterin gemeinsam mit Kollege Lukas Etter die ­Berner Tagung mit internationalen Experten, «die erste grössere solche Veranstaltung in der Schweiz», so Hoppeler.

Geht es nach den Berner ­Comic-Analysten, ist der Event am Wochenende aber erst der Anfang: «Der Wunschtraum wäre natürlich, in Bern einen Lehrstuhl für Comic-Forschung zu haben», schwärmt Hoppeler. Wer an der Tagung teilnehmen will, kann sich noch via Internet anmelden.

www.ens.unibe.ch (jun/20 Minuten)

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