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Wissensdurstige Mini-Studis

Erstmals stürmten Kinder einen Hörsaal der Universität Luzern: Die Kinderuni lockte gestern über 400 Mini-Studis an.

«Es hat mir sehr gut gefallen», sagte die 10-jährige Laura, als sie den Hörsaal des ehemaligen Hotels Union verliess. Sie hat gerade die erste Vorlesung der Kinderuni Luzern zum Thema «Haftung» besucht. «Ich möchte aber lieber Archäologin werden», meint sie. Zentrale Frage der Vorlesung war: Wer bezahlt Jans Brille, die bei der Rauferei mit Pascal kaputtgegangen ist?

Dr. Regina Aebi-Müller, die den Kindern diese Frage möglichst einfach zu erklären versuchte, ist erstaunt, wie gut die Kinder im Unterricht mitmachten. «Und ich dachte noch, die seien vielleicht scheu», so Aebi-Müller. Doch viel zu viele Hände wurden ihr entgegengestreckt. Aebi-Müller: «Es waren viele gute Fragen.»

Grossen Spass hatte auch Philipp (9) am Unibesuch. «Am coolsten fand ich, als wir im Gesetz nachschauen konnten, ob das stimmt, was die Professorin da vorne erzählt», so der Mini-Student. Er könnte sich vorstellen, mal ein richtiger Student zu werden.

So auch Matthias: Der 10-Jährige weiss aber noch nicht, ob er Recht studieren würde: «Manchmal war das Thema ein bisschen trocken.»

Mario Stübi

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