Diskriminierendes Fan-Verhalten - Witz-Strafe und Geisterspiele für ungarischen Verband nach EM-Zwischenfällen
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Diskriminierendes Fan-VerhaltenWitz-Strafe und Geisterspiele für ungarischen Verband nach EM-Zwischenfällen

Nach den diskriminierenden Zwischenfällen während der EM-Spiele in Budapest und München greift die Uefa jetzt durch. Der ungarische Verband kassiert zwei Geisterspiele – und muss vor diesen ein Plakat ausrollen.

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Dieses homophobe Transparent enthüllten ungarische Zuschauer beim Spiel gegen Deutschland in München.

Dieses homophobe Transparent enthüllten ungarische Zuschauer beim Spiel gegen Deutschland in München.

Pool via REUTERS
Auch zu Hause in Budapest waren viele ungarische Zuschauer negativ aufgefallen.

Auch zu Hause in Budapest waren viele ungarische Zuschauer negativ aufgefallen.

Pool via REUTERS
Mehrere französische Spieler wurden rassistisch beleidigt.

Mehrere französische Spieler wurden rassistisch beleidigt.

AFP

Darum gehts

  • Während der drei EM-Spiele von Ungarn sind zahlreiche vermeintliche Fans negativ aufgefallen.

  • Dabei kam es zu homophoben und rassistischen Vorfällen.

  • Nun verhängt die Uefa mehrere Sanktionen.

  • Neben zwei Geisterspielen und einer Geldstrafe von 100’000 Euro muss der Verband vor den Spielen ein Banner präsentieren.

Wegen diskriminierenden Verhaltens seiner Fans bei den EM-Spielen gegen Portugal, Frankreich und Deutschland muss Ungarns Fussball-Nationalteam seine nächsten zwei Uefa-Heimpflichtspiele ohne Zuschauer austragen. Für eine dritte Partie gilt eine Bewährung von zwei Jahren. Das entschied die Disziplinarkammer der Europäischen Fussball-Union laut einer Uefa-Mitteilung von Freitag. Dazu muss der ungarische Verband eine Geldstrafe von 100’000 Euro zahlen und bei den Partien – ohne Zuschauer – ein Banner mit der Aufschrift «#EqualGame» präsentieren.

Wegen des Verhaltens der ungarischen Anhänger in den EM-Spielen gegen Portugal am 15. Juni (0:3) und gegen Frankreich am 19. Juni (1:1) jeweils in Budapest sowie beim Duell mit Deutschland am 23. Juni (2:2) hatte die Uefa Ermittlungen eingeleitet. Knapp zwei Stunden vor Spielbeginn in München hatten ungarische Fans nach Angaben der Polizei «homophobe Sprechchöre» skandiert, sie versuchten demnach auch, «gemeinsam in einen anderen Block überzuwechseln».

Affenlaute gegen französische Spieler

Französische Spieler waren von einigen ungarischen Fans teils wüst und rassistisch beschimpft worden. Wenn der schwarze Stürmer Kylian Mbappé am Ball war, ertönten immer wieder Affenlaute von den Rängen. Dies berichtete ein dpa-Reporter aus dem Stadion. Angreifer Karim Benzema, der algerische Wurzeln hat, wurde ebenfalls vereinzelt verbal angepöbelt. Nach dem ersten Gruppenspiel in Budapest hatten portugiesische Medien berichtet, dass Superstar Cristiano Ronaldo von manchen Zuschauern in der Puskas Arena übel angefeindet wurde.

Der Zuschauerbann gilt nach Angaben der Uefa nicht für die laufende Qualifikation für die WM 2022 in Katar, sondern für Wettbewerbsspiele, die der Kontinentalverband direkt ausrichtet. Damit dürften für Ungarn die ersten Heimspiele der kommenden Auflage der Nations League betroffen sein.

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(dpa/law)

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