«Während Pilotprojekt geimpft» - WK-Soldaten erhielten Covid-Zertifikat gleich doppelt
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«Während Pilotprojekt geimpft»WK-Soldaten erhielten Covid-Zertifikat gleich doppelt

Nachdem sie im Wiederholungskurs geimpft worden sind, haben Armeeangehörige zwei Covid-Zertifikate erhalten. Offenbar kein Einzelfall – aber harmlos.

von
Gabriela Graber
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Mehrere Personen erhielten das Covid-Zertifikat gleich im Doppel. 

Mehrere Personen erhielten das Covid-Zertifikat gleich im Doppel.

20min/Vanessa Lam
Laut der Armee seien bis zu zwei Dutzend Armeeangehörige davon betroffen. 

Laut der Armee seien bis zu zwei Dutzend Armeeangehörige davon betroffen.

20min/Simon Glauser
Auch ausserhalb der Armee seien einzelne Fälle mehrfacher Ausstellungen von Covid-Zertifikaten bekannt, so das Bundesamt für Gesundheit. 

Auch ausserhalb der Armee seien einzelne Fälle mehrfacher Ausstellungen von Covid-Zertifikaten bekannt, so das Bundesamt für Gesundheit.

20min/Taddeo Cerletti

Darum gehts

  • Zwei Armeeangehörige erhielten nach dem Wiederholungskurs im Frühling das Covid-Zertifikat gleich doppelt.

  • Grund dafür ist laut der Armee eine Überschneidung der Datenbanken.

  • Da das Zertifikat bei einer Kontrolle immer zusammen mit einem Ausweisdokument vorgelegt werden muss, sei das jedoch unproblematisch, so das Bundesamt für Informatik.

«Ich habe zwei Covid-Zertifikate erhalten. Kann mir das am Zoll Probleme verursachen?» Mit dieser Nachricht wendet sich ein Soldat, der anonym bleiben möchte, an 20 Minuten. Wie er sagt, habe er seine Corona-Impfungen während eines Wiederholungskurses im Frühling erhalten. «Kurze Zeit später hatte ich zwei Covid-Zertifikate im Briefkasten – beide mit meinen korrekten Personalien und offiziell vom Bundesamt für Gesundheit», sagt der Soldat. Einer seiner WK-Kollegen habe genau dasselbe erlebt.

Dass vereinzelte Soldaten zwei Zertifikate erhalten haben, bestätigt Armeesprecher Stefan Hofer. Betroffen seien vor allem Soldaten, die etwa für den Transport von Impfstoffen verantwortlich waren und sich im Rahmen eines Pilotprojekts früh impfen liessen. Der Fehler sei entstanden, weil sich diese Personen impfen liessen, bevor die entsprechenden Systeme der Armee in Betrieb waren, so Hofer. «Ihre Daten wurden deshalb in Excel-Tabellen eingetragen. Als die Impf-Software aufgeschaltet wurde, kam es zu Überschneidungen.»

Hofer geht von einem bis zwei Dutzend Fällen aus. Die betroffenen Personen hätten keine Nachteile zu befürchten – weder in der Schweiz noch im Ausland. Sie seien jedoch angehalten, sich beim militärärztlichen Dienst zu melden.

Kein Einzelfall, aber unproblematisch

Wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) auf Anfrage von 20 Minuten sagt, handle es sich nicht um einen Einzelfall: Auch ausserhalb der Armee seien einzelne Fälle von mehrfachen Ausstellungen von Covid-Zertifikaten bekannt.

«Grundsätzlich sollten nicht mehrere gültige Zertifikate für dieselbe Person ausgestellt sein», sagt Sonja Uhlmann vom Bundesamt für Informatik und Telekommunikation (BIT). Etwa bei einer Namensanpassung und der damit verbundenen Ausstellung eines neuen Zertifikats sollte das alte widerrufen werden.

«Jedoch ist es unproblematisch, wenn es vorkommen würde, dass mehrere Zertifikate für dieselbe Person gültig wären», so Uhlmann. «Da die Zertifikate anlässlich der Prüfung immer zusammen mit einem Ausweisdokument mit Foto vorgelegt werden müssen, kann ein allfälliger Missbrauch ausgeschlossen werden.»

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