Kommandant angeklagt: WK-Soldaten mussten Katzenfutter essen
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Kommandant angeklagtWK-Soldaten mussten Katzenfutter essen

Eine «Hamburgertaufe» in einem WK von Panzergrenadieren in Bure JU ist ausgeartet. WK-Soldaten wurden dabei erniedrigt und gefilmt. Jetzt steht der Kommandant vor Gericht.

von
aeg

Dass WK-Frischlinge sich einer «Taufe» unterziehen müssen, ist weit herum bekannt. Vor eineinhalb Jahren gingen die Verantwortlichen aber zu weit. In dem Wiederholungskurs haben Soldaten Katzenfutter und vergammelten Fisch essen müssen. Anschliessend wurden sie angehalten, aus Kampfstiefeln Bier zu trinken sowie nackt oder lediglich in Unterhosen gekleidet anderen Soldaten, Unteroffizieren und Offizieren Mahlzeiten zu servieren, wie die «NZZ am Sonntag» berichtet.

Dabei wurden die Soldaten fotografiert und gefilmt. Der Vorfall ereignete sich vor anderthalb Jahren im Rahmen einer sogenannten Hamburgertaufe in einem WK von Panzergrenadieren in Bure (JU). Jetzt ist der Kompaniekommandant angeklagt worden. Der heute 35-jährige Hauptmann muss sich wegen Ungehorsam, Nichtbefolgung von Dienstvorschriften sowie gegebenenfalls Missbrauch und Verschleuderung von Material vor Militärgericht verantworten.

Die Verhandlung findet Ende Juni statt. Der Angeklagte ist heute zwar nicht mehr Kompanie¬kommandant, steht aber noch im Dienst der Armee. «Eine Degradierung oder weitergehende Massnahmen erscheinen in diesem Fall nicht angebracht», sagt Armeesprecher Daniel Reist.

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