WM-Euphorie geht bis ins Schulzimmer
Aktualisiert

WM-Euphorie geht bis ins Schulzimmer

Für einmal wurde der städtische Schulbetrieb locker gehalten: Vor der Grossleinwand fieberten Luzerner Schüler beim Match Schweiz – Togo mit.

Für Marcel Jäggi (18) ist gestern die Rechnung voll aufgegangen: «Toll der Programmwechsel, denn es wäre jammerschade gewesen, hätten wir nicht via Grossleinwand den Match sehen können.» Für den Berufsschüler war bereits vor dem Match klar: «Die Schweizer werden zwar gegen Togo gewinnen, doch Weltmeister werden die Deutschen.»

An den städtischen Mittelschulen war es den Lehrern überlassen, ob sie das Spiel zeigen wollten. Der Entscheid fiel eindeutig aus. Rektor Willy Huwiler: «Wir haben uns so organisiert, dass trotzdem keine Lektionen ausfallen.» Auch die 16-jährige Priska Bühlmann wechselte gerne vom Schulzimmer in die Aula: «Ich schaue nur, wenn die Schweizer spielen, sonst bin ich nicht so Fan. Aber mit der Klasse macht es noch mehr Spass.»

Richtig Stimmung kam erst nach dem ersten Tor auf. Und als dann kurz vor Schluss noch ein zweiter Treffer kam, waren die Gesichter zusehends entspannter. Fabienne Müller: «Gott sei Dank, ohne Goals ist es eben langweilig.» Und nach dem Match waren sich alle einig: Das waren die schnellsten 100 Minuten in unserem Schulbetrieb.

(sam/lfr)

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