Aktualisiert 02.09.2015 05:53

Eishockey-Serie (3)

WM-Topskorer macht Zugs Offensive noch besser

Der EV Zug hat sich unter Harold Kreis stabilisiert. Doch jetzt braucht es auch Erfolg in den Playoffs.

von
Marcel Allemann
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Die 5 Club-Legenden im Kader1. Fabian Schnyder, 632 Spiele für Zug

Die 5 Club-Legenden im Kader1. Fabian Schnyder, 632 Spiele für Zug

Keystone/Sigi Tischler
2. Josh Holden, 358 Spiele für Zug

2. Josh Holden, 358 Spiele für Zug

Keystone/urs Flueeler
3. Samuel Erni (r.)., 179 Spiele für Zug

3. Samuel Erni (r.)., 179 Spiele für Zug

Keystone/Steffen Schmidt

«Es gab viele gute Sachen. Wir holten konstant unsere Punkte und fielen nie in ein Loch», sagt Trainer Harold Kreis rückblickend über seine erste Saison als EVZ-Dompteur. Zug schloss die Qualifikation auf dem guten 4. Rang ab, lediglich 5 Punkte hinter Sieger ZSC Lions. Ein Jahr nachdem die Zentralschweizer in die Playouts verwiesen wurden, gehörten sie bereits wieder zu den Spitzenteams der Liga. Dies wurde in den Playoffs jedoch relativiert – in den Viertelfinals war nach einer 2:4-Niederlage in der Serie gegen den späteren Meister Davos bereits Schluss.

«Auf unsere Qualifikation dürfen wir stolz sein, aber von den Playoffs müssen wir enttäuscht sein», sagt Kreis. Der EVZ hat also Steigerungspotenzial, auch wenn sich der Zuger Trainer bewusst ist, dass allein schon eine gute Qualifikation alles andere als ein Selbstläufer ist: «Es wird immer schwieriger, zu den Topclubs zu gehören.»

Das spricht für Zug

Der frühere Lugano- und ZSC-Meistertrainer Kreis hat den EV Zug wieder stabilisiert. Das sind gute Voraussetzungen, um jetzt ein Brikett nachzulegen. Die Offensive ist stark besetzt, war 2014/15 mit 166 Toren die produktivste der Liga und wurde auf diese Saison noch besser. Mit der Verpflichtung von Jarkko Immonen, dem WM-Topskorer von 2011 und zweifachen Olympia-Medaillen-Gewinner, gelang Zug ein veritabler Transfer-Coup. Aber auch die Hintermannschaft bürgt dank Goalie Stephan, Sondell, Ramholt, Grossmann, Schlumpf und Alatalo für Solidität.

Das spricht gegen Zug

Der Zuger Sturm hat zwar Klasse, aber ist nicht so breit aufgestellt wie bei anderen Spitzenteams. Allfällige Verletzungen von Leistungsträgern könnten daher gravierende Folgen haben. Und vielleicht fehlen Zug noch ein ausserordentlicher Verteidiger und ein starker Stürmer, um die Besten – auch in den Playoffs – wirklich herausfordern zu können.

Zukunftshoffnung

Nachwuchstrainer-Guru Leo Schumacher produziert in Zug jährlich Rohdiamanten – einst die NHL-Spieler Rafael Diaz und Luca Sbisa, im aktuellen EVZ-Kader die beiden U18-Nationalspieler Dominik Volejnicek und Livio Stadler.

Prognose

Wird der EVZ von Ausfällen verschont, wird er wieder vorne mitspielen. Im besten Fall ist sogar der Qualifikationssieg möglich, im schlechtesten wird es Rang 6. Wir entscheiden uns für Rang 3.

Die Rangliste von 20 Minuten

1.

2.

3. Zug

4. Davos

5.

6.

7.

8. Lausanne

9.

10.

11.

12.

Kader EV Zug

Tor

31 Bader Noël 19

51 Stephan Tobias 31

Verteidigung

6 Ramholt Tim 30

8 Lüthi Simon 28

18 Schlumpf Dominik 24

22 Alatalo Santeri 25

50 Sondell Daniel (Sd) 31

70 Blaser Yannick 26

72 Erni Samuel 24

74 Morant Johann 29

77 Grossmann Robin 28

98 Stadler Livio 17

Sturm

3 Diem Nolan 21

10 Lammer Dominic 22

11 Volejnicek Dominik 17

14 Thibaudeau Nicolas 24

17 Peter Emanuel 31

26 Suri Reto 26

27 Holden Josh (Ka) 37

46 Martschini Lino 22

57 Schnyder Fabian 29

62 Immonen Jarkko (Fi) 33

81 Marchon Marc 20

87 Bürgler Dario 27

94 Zangger Sandro 21

96 Bouchard Pierre-Marc (Ka) 31

Trainer

Kreis Harold (De/Ka, bisher) 56

Zuzüge

Thibaudeau (Rapperswil-Jona), Peter (Biel), Immonen (Torpedo Nizhny Novgorod/KHL).

Abgänge

Björn Christen (Rücktritt), Robbie Earl (Färjestad/Sd), Gianluca Hauser (Arosa), Fabrice Herzog (ZSC Lions), Fabian Sutter (Biel), Michael Repik (Bili Tygri Liberec/Tsch), David Stämpfli (La Chaux-de-Fonds), Calvin Thürkauf (Kelowna Rockets/WHL).

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