Grösste Waffenmesse: Wo Armeen shoppen gehen
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Grösste WaffenmesseWo Armeen shoppen gehen

Über 1000 Hersteller präsentierten an der Idex-Waffenmesse in Abu Dhabi ihre neusten Produkte. Auch Armeechef Blattmann war vor Ort und tappte dabei in ein Fettnäpfchen.

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pru

«Markt des Todes» wird die Waffenmesse in Abu Dhabi vom «Spiegel» genannt. Auch die Schweizer Armee war vor Ort. (Video: Reuters)

Besuchern von Waffenmessen wären diese Woche in Abu Dhabi die Freudentränen gekommen. Auf 124'000 Quadratmetern gabs von Panzern über Düsenjets bis hin zu Drohnen alles, was das kriegerische Herz begehrt. Alle zwei Jahre zeigt die internationale Rüstungsindustrie in den Vereinigten Emiraten (VAE) ihre neusten Errungenschaften. Rund 60'000 Besucher sahen sich das Ganze aus der Nähe an.

Auch der Schweizer Armeechef André Blattmann hielt sich drei Tage an der Idex-Messe auf. Beim Treffen mit dem Generalstabschef und dem Kommandanten des Heeres der Vereinigten Emirate war er laut der «Aargauer Zeitung» voll des Lobes: «Ich bin sehr zufrieden über die Beziehung zwischen unseren Ländern und unseren Streitkräften. Die Streitkräfte der Emirate tragen zur Stabilität in einer sehr wichtigen Region bei und sind ein sehr anspruchsvoller Kunde im Bereich der Militärausrüstung».

Blattmann tritt ins Fettnäpfchen

Eine Äusserung, die in der Schweiz nicht nur mit Wohlwollen empfangen wurde. «Die VAE bereiten der Schweiz immer wieder Probleme. Ein solches Land zu loben, ist unhaltbar», sagt SP-Nationalrätin und Sicherheitspolitikerin Evi Allemann im «Blick». Damit spielt sie auf verschiedene Waffendeals mit den Emiraten an, die später trotz Nichtwiederausfuhr-Erklärung in anderen Ländern wieder aufgetaucht sind.

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Dem VBS zufolge ist Blattmann allerdings aufgrund seiner Funktion eingeladen worden. Neue Rüstungsdeals seien keine geplant.

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