Rekord-Jackpot: Wo der Lotto-Einsatz effektiv landet
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Rekord-JackpotWo der Lotto-Einsatz effektiv landet

55 Prozent der einbezahlten Lottogelder erhalten die Gewinner. Der grosse Rest der Lotto-Millionen wird an Projekte im Bereich Sport, Kultur und Bildung verteilt.

von
ann
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Endlich: Der Lotto-Jackpot wurde am Samstag, 17. Dezember 2016, geknackt.

Endlich: Der Lotto-Jackpot wurde am Samstag, 17. Dezember 2016, geknackt.

Keystone/Gian Ehrenzeller
48-mal in Folge erriet im Schweizer Zahlenlotto niemand die richtigen Zahlen.

48-mal in Folge erriet im Schweizer Zahlenlotto niemand die richtigen Zahlen.

Keystone/Martin Ruetschi
Seit Juli 2016 ist die Summe im Jackpot ständig gewachsen.

Seit Juli 2016 ist die Summe im Jackpot ständig gewachsen.

Keystone/Martin Ruetschi

Bereits 47-mal wurden die sechs Lottozahlen und die Zusatzzahl in Serie gezogen, ohne dass es einen Hauptgewinner gab. Nun liegen 64,3 Millionen im Jackpot. So viel wie noch nie zuvor im Schweizer Zahlenlotto.

Hohe Gewinnsummen führen immer dazu, dass besonders viele Menschen Lotto spielen. So gaben die Schweizer im Jahr 2014, als der letzte Lotto-Rekordgewinn von 48,6 Millionen an einen Gewinner ging, besonders viel Geld für Lottoscheine aus – insgesamt 568 Millionen. Im Jahr 2015 waren es mit 519 Millionen deutlich weniger. Dies hing auch damit zusammen, dass der grösste Jackpot mit 24,7 Millionen Franken nur halb so gross war wie 2014.

Lottogelder gehen an Sport, Kultur, Soziales und Bildung

Für all jene, die keinen Gewinn erzielen – und das ist statistisch gesehen die ganz grosse Mehrheit – gibt es aber einen Trost. Ein grosser Teil des einbezahlten Geldes geht an einen guten Zweck. So erhalten die Gewinner von jedem Lotto-Franken nur 55 Rappen. 8 Rappen erhält der Detailhandel für den Verkauf der Lose und etwa 7 Rappen gehen als Betriebsaufwand an Swisslos. Der grosse Rest, mindestens 30 Rappen, geht an gemeinnützige Zwecke.

«Mit diesem Geld werden viele Projekte im Bereich Kultur, Sport, Umwelt, Soziales und Bildung unterstützt», sagt Sprecher Willy Mesmer. So erhalten Swiss Olympic, die Sporthilfe und die Ausbildung und Nachwuchsförderung im Fussball und Eishockey mehrere Millionen.

Die Tessiner spielen am meisten Lotto

Die Lotteriefonds der Kantone erhalten aber den Grossteil des Gewinns. Im letzten Jahr waren dies 327 Millionen Franken. Folgender Verteilschlüssel wird dabei angewendet: Die Hälfte der Gelder wird entsprechend der Grösse der Wohnbevölkerung auf die einzelnen Kantone aufgeteilt. Die andere Hälfte wird aufgrund der Höhe des Pro-Kopf-Spieleinsatzes der Kantone verteilt.

Entsprechend erhielt der Lotteriefonds des Kantons Zürich am meisten Geld, gefolgt vom Kanton Bern und dem Kanton Aargau. Wegen der kleinen Wohnbevölkerung bildet Appenzell Innerrhoden das Schlusslicht.

Am meisten Lotto gespielt wird übrigens im Kanton Tessin. Mesmer: «Der Kanton profitiert von den vielen Italienern, die zum Lottospielen über die Grenze kommen.» An zweiter Stelle steht der Kanton Graubünden. Am wenigsten Lottozettel pro Person werden im Kanton Appenzell Ausserrhoden ausgefüllt.

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