Basel-Stadt: Wo es besonders oft Unfälle gibt, enden sie selten tödlich

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Basel-StadtWo es besonders oft Unfälle gibt, enden sie selten tödlich

Der Kanton Basel-Stadt publiziert seit neustem Unfallschwerpunkte auf dem Geoportal. Dies lässt sich mit der Unfallkarte des Bundesamts für Strassen abgleichen.

von
Steve Last
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Täglich kommt es auf Schweizer Strassen zu Verkehrsunfällen.

Täglich kommt es auf Schweizer Strassen zu Verkehrsunfällen.

Polizei BS
Auf dem Geoportal des Kantons Basel-Stadt kann man nun sehen, wo die Unfallquote besonders schwerwiegend ist.

Auf dem Geoportal des Kantons Basel-Stadt kann man nun sehen, wo die Unfallquote besonders schwerwiegend ist.

Geoportal BS
Im Vergleich: die Unfallkarte des Bundesamts für Strassen (Astra).

Im Vergleich: die Unfallkarte des Bundesamts für Strassen (Astra).

Astra

Darum gehts

  • Neu kann man auf dem Geoportal des Kantons Basel-Stadt nachsehen, wo die Unfallschwerpunkte sind.

  • 20 Minuten hat die Schwerpunkt-Karte mit der Unfallkarte des Bundesamts für Strassen abgeglichen.

  • Wo viele Verkehrsunfälle passieren, kommt es eher selten zu Todesfällen.

Allein im Jahr 2021 kam es in der Schweiz zu über 17’000 Unfällen mit Verletzten. Dabei wurden 200 Personen getötet. Das ergeben die Daten des Bundesamts für Statistik. Auch die Kantonspolizei Basel-Stadt beobachtet die Situation von Unfällen und hat am Mittwoch bekannt gegeben, dass auf dem Geoportal des Kantons nun auch von einem Algorithmus errechnete Unfall-Schwerpunkte aufgezeigt werden. Sie sind farblich gekennzeichnet, je nach dem, ob der Ort bereits umgebaut wurde, eine Sanierung geplant ist oder man ihn derzeit beobachtet ohne bauliche Auffälligkeiten festgestellt zu haben.

Doch kann man daraus unbedingt Massnahmen ableiten, weil an bestimmten Stellen im Kanton immer wieder Menschen ihr Leben verlieren? 20 Minuten hat die Karte mit den Unfall-Schwerpunkten mit der Unfallkarte des Bundesamts für Strassen (Astra) abgeglichen. Lässt man sich auf der Astra-Karte alle Unfälle der letzten Jahre anzeigen, sieht man den Hintergrund fast nicht mehr. Aber reduziert man den Filter auf Unfälle mit Todesfolge, sieht man, dass sie fast regelmässig über den Kanton verstreut sind.

Ausschläge am Luzernerring und am Aeschenplatz

Eine Konzentration von tödlichen Unfällen auf die vom Algorithmus errechneten Hotspots – oder auch auf andere Örtlichkeiten – lässt sich nicht feststellen. Tatsächlich sind Orte, an denen es sehr oft zu Unfällen kommt, im Kanton Basel-Stadt verhältnismässig selten Schauplatz von verkehrsbedingten Todesfällen. Eine Ausnahme bildet ein Streckenabschnitt des Luzernerrings im Nordwesten der Stadt. Dort befinden sich innerhalb von weniger als 600 Metern drei Unfall-Schwerpunkte, bei denen Menschen in den vergangenen elf Jahren im Verkehr starben.

Im Gegensatz dazu steht etwa der stark verflochtene und nicht nur von Fahrlehrlingen gefürchtete Aeschenplatz. Hier kam es in den letzten Jahren zu 38 Unfällen. Dabei wurde aber niemand getötet. In 17 der Unfälle waren Fussgänger involviert, und vier von ihnen wurden schwer verletzt. Entsprechend hat der Algorithmus hier einen Punkt gesetzt. 

Warst du schon einmal in einen Verkehrsunfall verwickelt?

Trauerst du oder trauert jemand, den du kennst?

Hier findest du Hilfe:

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Seelsorge.net, Angebot der reformierten und katholischen Kirchen

Muslimische Seelsorge, Tel. 043 205 21 29

Jüdische Fürsorge, info@vsjf.ch

Lifewith.ch, für betroffene Geschwister

Verein Regenbogen Schweiz, Hilfe für trauernde Familien

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Pro Senectute, Beratung älterer Menschen in schwierigen Lebenssituationen

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