Wo Hip-Hopper Biedermeier-Fräuleins treffen

Aktualisiert

Wo Hip-Hopper Biedermeier-Fräuleins treffen

Rund 3000 bunt konstümierte Kinder sind im traditionellen Sechseläuten-Kinderumzug durch die Zürcher Innenstadt gezogen.

Auch die Sonne lachte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu.

Angeführt wurde der Umzug von Kindern aus dem Gastkanton Solothurn. Sie hatten sich als seltsame Gestalten verkleidet. Da gab es unter anderem den Langen Uhl, die Kaltbrunnennixen und die Lützelnögge. Auch Hip-Hopper und Fussballer waren dabei. Das Motto der Gäste lautete Mythos und Moderne.

Die muntere Kinderschar, die folgte, trug historische Kostüme. Ob Rokoko, Biedermeier, Burgunder oder Belle Epoque: Die Knaben und Mädchen hatten ihren Spass. Auch die romantischen Edelfräulein machten eine gute Figur. Sie alle verteilten Bonbons. Auch zwei Kamele und Lamas sowie Zwergponys waren mit von der Partie.

Tausende Zuschauer säumten die Strassen der Umzugroute. Diese führte erstmals vom Bürkliplatz über Limmatquai, Rudolf-Brun-Brücke und Bahnhofstrasse zum Kongresshaus. 16 Musikvereine sorgten für die Musik, darunter auch Dudelsack-Spieler.

Den Abschluss bildeten Kinder aus den verschiedenen Einwanderungsländern wie etwa China, Portugal, Türkei oder Kovoso. Auch sie trugen jeweils eine für ihr Land typische Tracht.

Das Zürcher Sechseläuten findet am Montagnachmittag mit dem Zug der Zünfte seine Fortsetzung. Um 18 Uhr wird auf der Sechseläuten- Wiese beim Bellevue der Scheiterhaufen mit dem Böögg angezündet. Je weniger lang es dauert, bis der Kopf des Schneemanns explodiert, desto schöner wird der Sommer. So besagt es zumindest der Zürcher Volksglaube.

(sda)

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