Aktualisiert 03.12.2008 11:41

Bei Transport verschwunden

Wo ist das Rostocker Jaguarbaby?

Drei junge Jaguar-Geschwister hätten von Rostock in einen Zoo auf Zypern transportiert werden sollen. Doch die Odyssee führte nach Italien - wo allerdings nur zwei der Raubtiere ankamen.

Die beiden Jaguarweibchen Kaya und Kachina sowie ihr Bruders Keme, die 2006 im Rostocker Zoo geboren wurden, hätten laut zeit.de und yahoo.de von Rostock nach Zypern gebracht werden sollen. Die Zollbehörden in Zypern allerdings verweigerten dem holländischen Transporter die Einreise. So fuhr dieser mit den kleinen Raubkatzen weiter nach Italien, zum Zoo Parc La Rupe.

Keme kam nicht an. Oder doch?

Nach Angaben des Transporteurs wurden dort alle drei Tiere lebend abgeliefert, der Zoo hingegen liess verlauten, dass eines, nämlich das Männchen Keme, unterwegs gestorben sei. Allerdings gibt es dafür keine Beweise, ein Kadaver wurde nie gefunden, wie der Rostocks Zoodirektor Udo Nagel sagte: «Wir sind sehr beunruhigt.»

Die Tierschutzorganisation Peta hat dem Rostocker Zoo indirekt heimliche Geschäfte mit dubiosen Tierhändlern unter anderem in China vorgeworfen. Nagel: «Dagegen wehren wir uns.» Der Zoo habe niemals gegen ethische und moralische Grundsätze bei seinen Tierabgaben verstossen. Gerade für die vor zwei Jahren geborenen Jaguardrillinge sei lange und sorgfältig nach einem Zoo gesucht worden.

Die Tiere hätten Rostock bereits im vergangenen April verlassen, allerdings sei Nagel erst Monate später zu Ohren gekommen, dass ein Jaguarbaby «fehle». Mit dem zuständigen holländischen Tiertransporteur seien alle Geschäftsbeziehungen abgebrochen worden.

(lue)

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