20.07.2017 15:31

Suchroboter losgeschicktWo ist der geschmolzene Fukushima-Brennstoff?

Noch immer ist unklar, wo sich ein Grossteil des geschmolzenen Brennstoffs in der Atomruine Fukushima befindet. Ein Tauchroboter soll es nun richten.

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Der zerstörte Reaktor 3 im Atomkraftwerk Fukushima Dai-ichi auf einer Aufnahme vom 29. September 2011 – ein halbes Jahr nach dem verheerenden Erdbeben und dem Tsunami vom 11. März 2011.

Der zerstörte Reaktor 3 im Atomkraftwerk Fukushima Dai-ichi auf einer Aufnahme vom 29. September 2011 – ein halbes Jahr nach dem verheerenden Erdbeben und dem Tsunami vom 11. März 2011.

Keystone/AP/Tokyo Electric Power Co
Dorthinein hat der Betreiberkonzern Tepco nun einen Tauchroboter geschickt.

Dorthinein hat der Betreiberkonzern Tepco nun einen Tauchroboter geschickt.

AP/Shuji Kajiyama
Wie Tepco-Sprecher Takahiro Kimoto (links) bekannt gab, soll der Roboter herausfinden, wo der Grossteil des geschmolzenen Brennstoffs abgeblieben ist.

Wie Tepco-Sprecher Takahiro Kimoto (links) bekannt gab, soll der Roboter herausfinden, wo der Grossteil des geschmolzenen Brennstoffs abgeblieben ist.

AP/Eugene Hoshiko

In der Atomruine Fukushima ist ein 30 Zentimeter langer und 13 Zentimeter breiter Roboter unterwegs. Seine Aufgabe: Er soll für den Betreiberkonzern Tepco in einem der zerstörten Reaktoren geschmolzenen Brennstoff finden.

Das im Juni öffentlich vorgestellte Mini-Gerät (siehe Video unten) fuhr am Mittwoch in den mit Kühlwasser gefluteten Sicherheitsbehälter des Reaktors 3, wie japanische Medien berichteten.

Reaktor 3 gilt als besonders gefährlich, weil er Brennstäbe mit dem radioaktiven und hochgiftigen Plutonium-Uran-Mischoxid nutzt. Zudem wurde er in besonderem Masse beschädigt.

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Diese Bilder wurden am 20. und am 24. März 2011 aufgenommen...

Diese Bilder wurden am 20. und am 24. März 2011 aufgenommen...

Keystone/AP/AIR PHOTO SERVICE
... doch erst am 30. März veröffentlicht. Sie dokumentieren das Ausmass der Zerstörung.

... doch erst am 30. März veröffentlicht. Sie dokumentieren das Ausmass der Zerstörung.

Keystone/AP/AIR PHOTO SERVICE
Geschossen hat die Bilder diese Drohne des Luftfotodienstes Air Photo Service.

Geschossen hat die Bilder diese Drohne des Luftfotodienstes Air Photo Service.

Keystone/AP/AIR PHOTO SERVICE

Frühere Roboter waren nicht erfolgreich

Auch mehr als sechs Jahre nach dem GAU infolge eines schweren Erdbebens und Tsunamis weiss niemand genau, wo sich der geschmolzene Brennstoff befindet. Der mit Kameras ausgerüstete Roboter soll sich in dem 6,4 Meter hoch stehenden verstrahlten Wasser im Reaktorbehälter auf die Suche machen.

Tepco hatte im Januar mehrere Roboter zunächst in den Reaktor 2 und im März in den Reaktor 1 geschickt. Wegen der Trümmer und der extrem hohen Strahlung im Inneren erbrachten die Roboter jedoch bisher nicht den erhofften Erfolg bei der Suche nach dem geschmolzenen Brennstoff.

Tepco muss wissen, wo sich der Brennstoff in jedem der drei havarierten Reaktoren befindet, um herauszufinden, was die beste und sicherste Methode ist, um ihn herauszuholen. Eine vollständige Stilllegung der Atomruine Fukushima dürfte Schätzungen zufolge etwa 30 bis 40 Jahre dauern.

Tauch-Roboter für verseuchtes AKW

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(fee/sda)

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