Südafrika rätselt: Wo ist Mandelas 3-Millionen-Pistole?
Aktualisiert

Südafrika rätseltWo ist Mandelas 3-Millionen-Pistole?

Die erste Pistole von Nelson Mandela gibt in Südafrika Rätsel auf. Alle Versuche, sie zu finden, sind bisher gescheitert.

von
aeg
Auf der Liliesleaf Farm wird die Waffe vermutet.

Auf der Liliesleaf Farm wird die Waffe vermutet.

Als Nelson Mandela 1962 seine halbautomatische Makarov-Pistole 20 Schritte vom Haus der Anti-Apartheid-Bewegung entfernt in sein khakifarbenes Hemd einwickelte und vergrub, ahnte er nicht, dass knapp 50 Jahre später das halbe Land danach suchen würde.

Der Freiheitskämpfer wurde nämlich nur wenige Wochen später von den südafrikanischen Sicherheitskräften verhaftet. Die nächsten 27 Jahre verbrachte er in Haft, dann ging er als erster schwarzer Präsident in die Geschichte des Landes ein.

Wert: rund 3 Millionen Dollar

Die Waffe ist mittlerweile zum historischen Objekt geworden. Ihr Preis wird auf rund 3 Millionen US-Dollar geschätzt. Allerdings liegt der Wert vor allem in der historischen Bedeutung der Waffe für das moderne Südafrika. Mandela hatte die Waffe vom äthiopischen General Biru Tadesse als Geschenk erhalten, sie sollte ihm im Kampf gegen die Apartheid helfen.

Ausgelöst hatte Mandela den Hype um die Waffe gleich selber, wie CNN berichtet. Beim ersten Besuch der Farm 2003, heute Liliesleaf Farm genannt, hatte er den Verwalter Nicholas Wolpe ganz beiläufig gefragt, ob denn jemand seine Waffe gefunden habe. Wolpe fiel aus allen Wolken: «Waffe? Was für eine Waffe?», fragte er. Dann erzählte Mandela seine Geschichte und die beiden suchten das verlorene Stück – vergebens.

Drei mögliche Standorte definiert

Auch acht Jahre nach Mandelas Besuch fehlt jede Spur der wertvollen Waffe. Laut CNN hat Wolpe mittlerweile Militärexperten auf den Fall angesetzt. Doch auch das brachte keinen Durchbruch. Immerhin haben sie drei mögliche Standorte definiert. Zwei sind auf dem Besitz der Liliesleaf Farm, einer auf dem Nachbarsgelände.

Wolpe wollte die Liliesleaf Farm in den letzten Wochen verkaufen. Doch einen Käufer fand er nicht. Trotz Chance auf einen historischen 3-Millionen-Jackpot.

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