Apulien: Wo Italien noch authentisch ist
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ApulienWo Italien noch authentisch ist

Der Absatz Italiens verspricht dem Besucher eine Reise in eine faszinierende und vom Massentourismus weitgehend verschonte Region voller architektonischer Wunderwerke und kulinarischer Rafinesse – in Apulien ist Italien noch echt italienisch.

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Seit Mai fliegt die Fluggesellschaft Air Germania zweimal in der Woche von Basel nach Bari: Eine gute Gelegenheit, um einen Entdeckungsausflug zu machen in einer Ecke Italiens, wo sich noch alte Traditionen und urtümliche Natur vermischen.

Die Reise beginnt in Bari: Die Hauptstadt Apuliens ist eine charmante Stadt am Meer, auf die die Einheimischen besonders stolz sind. Da wäre zum Beispiel das Teatro Petruzzelli: Das Opernhaus wurde 1991 bei einem Brand zerstört. Erst 2006 wurde es wieder aufgebaut, doch die Wiedereröffnung lässt – aus politischen Gründen – immer noch auf sich warten.

In der Altstadt führt der Spaziergang an einem Stück der Via Traiana vorbei, ursprünglich eine Hauptachse des antiken apulischen Strassennetzes, das zu Römerzeiten Rom mit Brindisi verband. Verliert man sich in den schmalen Gassen der Altstadt, führt der Rundgang weiter an der Basilika von San Nicola, der Kathedrale San Sabino und zahlreichen Felsenkirchen vorbei.

Pittoreske Dörfchen mit viel Magie

Es sind vor allem die kleinen Dörfer und die Gastfreundschaft der Leute, die der Region Apulien ihren speziellen Charme verleihen. Nördlich von Bari liegt Trani, ein Städtchen mit mediterranem Antlitz. Sein grösster Schatz ist die Kathedrale, die im 12. Jahrhundert zu Ehren des Heiligen Nicola Pellegrino errichtet wurde.

Ein weiteres Highlight jeder Apulienreise ist zweifellos Alberobello, das Dorf der «Trulli»: Allein im historischen Zentrum stehen 1000 dieser eigenartigen, runden Steinhäuser mit konischen Schieferdächern. Besonders entzückend wirken die kleinen Rundbauten in der Abendbeleuchtung. Ein nächtlicher Ausflug nach Alberobello wird also dringend empfohlen.

Nur 30 Kilometer vom malerischen Alberobello entfernt befindet sich Ostuni, die «weisse Stadt», die wie eine Fata Morgana auf einem Hügel leuchtet. Ostuni ist ein typisches idyllisches Dörfchen, in dessen reizvoll verschachtelten Gassen man sich verirren kann.

Etwas nördlich von Ostuni liegt Polignano a Mare, eine schöne mittelalterliche Stadt am Rand von Kalkklippen. Der Felsküste entlang sind in den Höhlen Restaurants und Bars eingerichtet, die einen herrlichen Blick auf die Adria bieten.

Ein Hauch Barock

Die nächste grosse Stadt in Apulien neben Bari ist Lecce, auch «Florenz des Südens» genannt. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören die Basilika Santa Croce, die Piazza del Duomo, die Kirche Santa Irene und die vielen Patrizierhäuser. Diese Gebäude, in hellem und zartem Stein gebaut, weisen die typischen Eigenschaften des «Lecceser Barocks» auf, der sichtlich prunkvoller ist als der eher strenge Barock im Rest des Landes.

Was man auch noch von Lecce sehen sollte, ist die Piazza Sant'Oronzo und das belebte Zentrum der Stadt mit dem Teatro Romano, dem einzigen römischen Amphitheater in Apulien.

Ein gute Gelegenheit zum Ausruhen und gut Essen

Wer sich dem Stress der Städtereisen entziehen will, findet in Apulien auch wunderschöne Masserias; abgelegene Grundstücke mit traumhaften Gärten, Wellness-Bereich und in vielen Fällen sogar einem eigenen Golfplatz.

Auf keinen Fall sollte man es verpassen, einen «Espressino» zu kosten: Der Capuccino in Espressogrösse wird mittlerweile in jedem Café serviert.

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